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Altenburg Ruhigeres Fahrwasser für den Botanischen Garten Altenburg
Region Altenburg Ruhigeres Fahrwasser für den Botanischen Garten Altenburg
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19:00 26.12.2016
Im Botanischen Erlebnisgarten kann es wie in den zurückliegenden Jahren auch in der neuen Saison weiterblühen: Hier diskutieren Hans-Dieter Hörninger, Simone Glaser und Vereinschef Wolfgang Preuß (v.l.) über die Schönmalve. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Das ist zum Jahresende doch mal eine gute Nachricht: Der Botanische Erlebnisgarten an der Altenburger Zillestraße scheint personell wie wirtschaftlich in ruhigere Fahrwasser zu kommen. Einerseits hat sich der alte Chef des 8500-Quadtrameter-Idylls der Skatstadt trotz anderslautender Absichten kürzlich erneut für den Chefposten wählen lassen. Aber der mittlerweile 71-jährige Wolfgang Preuß, der dem Verein seit seiner Gründung vor rund elf Jahren vorsteht, hat nur unter einer Bedingung wieder die Verantwortung übernommen. „Ich mache das nicht über die gesamte dreijährige Amtszeit, sondern lediglich für ein Jahr, dass wir nutzen, um einen Nachfolger einzuarbeiten. Und ein potenzieller Nachfolger steht bereits in den Startlöchern“, kann er mitteilen.

Noch vor wenigen Monaten stand die Zukunft des denkmalgeschützten Gartens, den der bekannte Altenburger Landschaftsgärtner Hans Dippel angelegt hatte, noch in den Sternen. Denn Preuß´ designierter Nachfolger, Vereinsvize Jörg Seifert, warf für die meisten völlig überraschend alle Ehrenämter hin und stand nicht mehr zur Verfügung. Auch finanziell stand der Garten, der sich ausschließlich über Sponsoring sowie Geldspenden von Besuchern trägt, vor einer ungewissen Zukunft. Die Besucherzahlen hatten sich im ablaufenden Jahr annähernd halbiert. Entsprechend gingen auch die Einnahmen aus der Spendenbox am Einlass zurück, da auch weiterhin kein fester Eintrittspreis erhoben wird, sondern nach wie vor nur um einen Obolus gebeten wird.

Dieses Modell soll zwar auch weiterhin beibehalten werden. Aber mittlerweile konnten diverse Mittel für die Attraktion freigeschaufelt werden, die Entlastung bringen und vor allem auch erlauben, dass das rund 8500 Quadratmeter große Areal nicht nur erhalten, sondern auch weiter entwickelt wird. „Und nur so bleibt der Garten auch für Besucher attraktiv, die wiederholt vorbei schauen“, so Preuß.

Maßgeblichen Anteil an diesem Geldsegen hat dabei Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der es nicht nur bei Wortbekundungen für den Garten beließ, sondern seit der Neuwahl des Vorstands Anfang Dezember in den als Mitglied einrückte und damit auch Verantwortung übernimmt. Wie auch fünf weitere neue Mitglieder den Verein personell verstärken. So stehen dem Verein beispielsweise im kommenden Jahr 6000 Euro zur Verfügung, mit denen teilweise ein Verantwortlicher längerfristig mitfinanziert werden soll, der für das Veranstaltungsmanagement den Hut auf hat. Denn auch die Anzahl der vielen bekannten Veranstaltungen, die immer Besucher anlockten, sank in diesem Jahr mangels der dafür eigentlich notwendigen personellen Ressourcen.

Weiterhin steht aus dem Restkapital eines mittlerweile aufgelösten Vereines ein Betrag von 10 000 Euro zur Verfügung, der für ein spezielles Projektmanagement eingesetzt werden soll. „Darum kümmern sich dann Experten mit dem notwendigen Fachwissen für Garten- und Landschaftsgestaltung, die das Profil des Gartens weiter schärfen sollen“, so Preuß.

Und letztendlich sieht es auch bei dem für den Betrieb sowie Hege und Pflege notwendigen Personal für 2017 gut aus: Die Maßnahme von sechs Mitarbeitern läuft ohnehin noch bis Ende kommenden Jahres und weitere sechs Helfer sind bei der Agentur für Arbeit ab März beantragt.

Von Jörg Wolf

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