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SG Lok/Motor bei eigenem Hallenkick chancenlos

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Der JFC Gera hat am Samstagnachmittag im Goldenen Pflug das hochklassig besetzte E-Junioren-Turnier der SG Lok/Motor Altenburg nach einem packenden Finale gegen RB Leipzig für sich entschieden.

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Anna Dietrichkeit (r.), hier im Duell mit einem Pegauer, schießt das einzige Turniertor für die E-Junioren der SG Lok/Motor Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Die Altenburger Spielgemeinschaft war als krasser Außenseiter angetreten und belegte am Ende den siebenten und vorletzten Platz.

 

Die Gastgeber mussten gleich im Auftaktspiel gegen die "Jungbullen" Farbe bekennen. Lange Zeit hielt man dem Dauerdruck des Favoriten stand. Erst ein kapitaler Abwehrschnitzer ermöglichte RB Leipzig das Führungstor, das den Widerstand der Altenburger brach. Nach den zehn Minuten stand dann doch ein standesgemäßes 4:0 auf der Anzeigetafel. Im zweiten Turnierspiel gegen den TuS Pegau standen die Skatstädter völlig neben den Schuhen und wirkten beim 0:9-Debakel teilweise hilflos.

 

Auch das letzte Gruppenspiel ging gegen Lok Zwickau mit 0:3 verloren. Wenigstens wurde aber hier wieder kämpferisch dagegengehalten. Für das einzige Turniertor des Gastgebers sorgte später im Spiel um Platz sieben Anna Dietrichkeit, die beim 1:1 gegen den 1. FC Zeitz die zwischenzeitliche Führung erzielte. Durch den 4:3-Sieg im Strafstoßschießen hatte man am Ende doch noch ein kleines Erfolgserlebnis.

 

Den Ton im Turnier gaben aber andere Mannschaften an. Trotz veränderter Regeln passten sich die sächsischen Teams schnell an. In Sachsen kann der Torwart auch auf dem Feld mitspielen und Tore erzielen, in Thüringen ist dies nicht erlaubt. Es war schon erstaunlich, mit welchen technischen und taktischen Finessen diese Teams aufwarteten. Da wurde direkt kombiniert, der Ball mit der Sohle gestreichelt und das Publikum in Staunen versetzt.

 

Auch der JFC Gera, zweiter Vertreter Thüringens, konnte mit diesem Niveau locker mithalten und zog mit zwei Vorrundensiegen gegen den FC Grimma (6:0) und Zeitz (1:0) gemeinsam mit dem FSV Zwickau, gegen den man die einzige Niederlage einstecken musste (1:2), ins Halbfinale ein. Dort erwies sich der ebenfalls stark spielende TuS Pegau allerdings als harter Widersacher. Gera kämpfte sich dennoch mit einem 3:2 ins Finale. Dort warteten die roten Bullen von Rasenballsport Leipzig. RB Leipzig gab sich auf dem Weg ins Finale keine Blöße. Das weiße Ballett zog nach drei Siegen ohne Gegentor locker ins Halbfinale ein. Mit dem FSV Zwickau hatten die Leipziger dann aber einen Gegner, der auch auf den Turniersieg spekulierte. Mit einem 3:1 zog Leipzig aber ins Finale ein. Nur der JFC Gera konnte, taktisch hervorragend eingestellt, den Leipzigern im Endspiel Paroli bieten. RB konnte das Kombinationsspiel nicht wie gewohnt aufziehen. Die Geraer siegten somit auch am Ende völlig verdient mit 4:1. Zuvor holte sich der FSV Zwickau mit einem 4:0-Sieg gegen Pegau den dritten Platz. Fünfter wurde der FC Grimma, nach einem 1:0 gegen Lok Zwickau.

 

Zu erwähnen ist noch, dass beide Nachwuchsturniere am Samstag (G- und E-Junioren) unter dem Motto "Kinder stark machen", einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), standen. Der Sport im Verein spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn Suchtvorbeugung bedeutet vor allem eines: Kinder darin zu unterstützen, eine starke Persönlichkeit zu entwickeln. Je stärker sie sind, desto eher werden sie später auf Suchtmittel verzichten. Und genau dabei werden die Kinder von den Übungsleitern unterstützt. Bei den Turnieren wurde dazu extra ein Infostand eingerichtet. Der SV Motor Altenburg wurde von der BZgA kürzlich für sein Engagement in der Nachwuchsarbeit mit einer Urkunde ausgezeichnet.

 

SG Lok/Motor: Justin Langner, Anna Dietrichkeit (1), Moritz Anders, Arthur Wolf, John Bachmann, Jannes Lindner, Marvin Pörsel, Lenny Mildner, Sören Menge, Philipp Mennecke, Fynn Herkommer, Pascal Rose, Amon Gerth, Leon Lorenz.

Steffen Dieg

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