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SG Motor/Lok geht am Ende sang- und klanglos unter

SG Motor/Lok geht am Ende sang- und klanglos unter

Diese 0:4-(0:1)-Klatsche hatte die neu formierte Truppe der SG Motor/Lok Altenburg wahrlich nicht verdient. Trainer Thomas Koerth hatte gegen einen der Staffelfavoriten eine kluge Defensivtaktik ausgegeben - inklusive gezielten Nadelstichen nach vorn.

Altenburg.

Bis auf die linke Abwehrseite und zu vielen Fehlpässen im Mittelfeld sah das Spiel der Gastgeber gegen Union Mühlhausen am Sonnabend durchaus ordentlich aus. Wenn sich die neuen Spieler in den nächsten Wochen noch besser einfügen und die mannschaftliche Geschlossenheit wächst, kann man noch einiges erwarten. Gegen Mühlhausen versuchten die Hausherren mit viel Kampf das 0:1 aus der 30. Minute zu korrigieren, wobei Gelegenheiten vorhanden waren. Nach dem 0:2 warf man dann alles nach vorn und wurde in den Schlussminuten klassisch ausgekontert.

 

Vom Anpfiff weg übernahmen die Gäste vor 195 Zuschauern in der Skatbank-Arena das Kommando. Schon in der fünften Minute musste Thomas Rolle nach eigenem Fehler beim Spielaufbau für seinen Torwart auf der Linie retten. Doch Union hielt das zielstrebige Spiel in den Altenburger Strafraum nicht durch, Motor stand zentral gut, blockte vieles ab. Obwohl es im Spielaufbau noch viele kleine Fehler zu sehen gab, wodurch man sich kräftemäßig aufrieb, schien das Konzept des Trainers aufzugehen. Gerade über rechts, wenn sich Tony Staigys und Larry Gentsch fanden, wurde es gefährlich. So kam der aus der Vorwoche noch leicht angeschlagene Marco Dennhardt nach einer Viertelstunde aus 14 Metern frei zum Schuss, zog aber übers Tor. Staigys hatte nach energischem Vorstoß klug ins Zentrum gepasst. Dann zog René Eichelkraut allein aufs Gästetor. Beim Versuch, den Gästetorwart zu umspielen, fiel er spektakulär. Doch der gut postierte Schiedsrichter winkte unter dem Protest der Altenburger Zuschauer ab.

 

In dieser Phase gingen die Gäste dann etwas überraschend in Führung, als eine Flanke von rechts einen Mühlhäuser Angreifer im Altenburger Strafraum ziemlich allein sah. Der hatte Zeit, den Ball anzunehmen, zu schauen und noch einmal in die Zentrale zu flanken, wo Eric Nowak mit dem Kopf den Bruchteil einer Sekunde vor der Altenburger Abwehr am Ball war und unhaltbar einköpfte. Motor/Lok ließ sich zunächst nicht von der Linie abbringen, verlegte sein Spiel vor allem nach dem Seitenwechsel einen Tick nach vorn. Dies sah gar nicht schlecht aus, nur fehlte die letzte Entschlossenheit, der unbedingte Wille zum entscheidenden Schlag. So prallte Jens Wuttkes 22-Meter-Schuss in der 56. Minute gegen den linken Innenpfosten und nicht ins Tor.

 

In der 65. Minute folgte die Spielentscheidung in Form des 0:2 für die Gäste. Die SG hatte einen Angriff eigentlich schon abgewehrt, konnte aber 25 Meter vor dem eigenen Tor nicht endgültig klären, sodass die Gäste über links plötzlich freie Bahn hatten. Die flache, zielgenaue Eingabe legte Zakaria Zeudmi am langen Pfosten aus fünf Metern locker ins leere Tor. Die folgenden Umstellungen der Gastgeber brachten nichts mehr Zählbares. Im Gegenteil. So kam Kevin Schenke in den Schlussminuten jeweils nach Überzahlangriffen noch zu zwei Treffern. Dies war zwar bitter für die Gastgeber, letztlich aber auch nicht tragisch, wenn es in den nächsten Wochen zunehmend gelingt, aus den guten Einzelspielern eine schlagkräftige Einheit zu formen.

 

Schon am Sonnabend wartet in Sondershausen der nächste Prüfstein. Alle, die vor genau einem Jahr mit dabei waren - und das waren nicht sehr viele - werden sich auf das Spiel freuen. Denn die Voraussetzungen für die Altenburger sind um Welten besser als damals beim 2:5.

 

Motor/Lok: Junghanns, Staigys, Gerber, Rolle (GK), Kröber (80. Fehse), Wuttke (71. Enders), Hönemann, Weiße, Gentsch, Eichelkraut, Dennhardt.

Thomas Lahr

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