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Altenburg SPD-Herausforderer greift Landrat an
Region Altenburg SPD-Herausforderer greift Landrat an
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14:44 19.09.2011

Angesichts dieses Schreckgespenstes plädiert Schwerd dafür, dass das Land Personal einsparen soll. "Wenn wir in den nächsten Jahren die Kreise Greiz, Gera und Altenburger Land zusammenlegen, können wir ohne Kündigungen ordentlich Personal abbauen", erklärte Volker Schemmel, graue Eminenz der hiesigen SPD. Das funktioniere allein über die Altersstruktur.

Zudem glaubt Schwerd, dass die Gebietsreform wie in Sachsen von oben kommen werde. "Da kann man als Landrat nicht den Kopf in den Sand stecken", sagte der Herausforderer Richtung Rydzewski. "Und ob bei den Verhandlungen mit einer schwarz-roten Regierung ein parteiloser Landrat, der bisher durch Unsachlichkeit bei der Bundesland-Wechsel-Debatte auffiel, von Vorteil ist, ist fraglich." Schwerd jedenfalls könne sich mit der Einsicht in die Notwendigkeit der Reform abfinden. "Aber ich will nicht der Abwickler des Landkreises werden." Vielmehr müsse die Identität des Altenburger Landes erhalten werden. "Und das geht nur, wenn wir das Theater nicht verlieren, den Flugplatz zukunftsfähig machen und die neue Justizvollzugsanstalt (JVA) hier ansiedeln."

Apropos: JVA. Auch da sei Rydzewski sehr still, kritisierte Schwerd. Dabei sei das eine Chance. "Denn es gibt einen Zuzug durch die Gefangenen und dadurch mehr Einnahmen über Schlüsselzuweisungen." Zudem würden regionale Firmen von der 140 Millionen Euro umfassenden Bausumme profitieren. "Daneben ergibt sich ein Dienstleistungsmarkt." Das seien nur Vorteile. "Außerdem steigen damit die Chancen, an die A 72 angeschlossen zu werden, was allen zugutekommt." Weil man die Bedenken der Bürgerinitiative in Lehma gegenüber der JVA ernst nehme, werde es demnächst eine Veranstaltung mit einem Vertreter des Landes geben, verspricht Schwerd. Auch werde man den Landrat auffordern, alles zu tun, um die Ansiedlung zu fördern.

Eine Schließung des Flugplatzes in Nobitz lehnt der Landratskandidat hingegen ab. "Das würde nicht funktionieren, weil wir dann 16 Millionen Euro Fördermittel zurückzahlen müssten, die niemand hat", so Schwerd. Um den Airport zukunftsfähig zu machen, werde in vier Wochen ein Konzept vorgelegt. "Dieses ist aber noch geheim." Dennoch könne er sagen, dass Events wie Traktor-Pulling, Techno-Partys oder Inline-Skating helfen, den Betrieb zu sichern. "Das wird nicht das tragende Element sein, aber jede Einnahme hilft, den Kreis-Haushalt zu entlasten."

Auf den Sparzwang beim Theater angesprochen, gab Schwerd zu, kein Fachmann zu sein: "Dafür bräuchte man ein Budget, aber der Landrat weigert sich, die Finanzierungvereinbarung zu unterschreiben, weil er nicht weiß, wie die Stimmung in der Bevölkerung ist. Ich möchte nicht spekulieren und mit Ängsten von Menschen spielen. Aber es wird Lösungen geben."

Thomas Haegeler © Standpunkt

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