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SPD-Presseerklärung: Dorfbewohnerkeine Bürger zweiter Klasse

SPD-Presseerklärung: Dorfbewohnerkeine Bürger zweiter Klasse

Mit scharfen Worten wehrt sich die Ortsgruppe der SPD Wieratal-Nobitz gegen die Äußerungen der Altenburger Sozialdemokraten. Vorgestern hatten die Genossen der Skatstadt in einer Pressemitteilung die beabsichtigte Fusion von Saara und Nobitz einhellig abgelehnt.

"Wir finden es langsam unerträglich, dass Altenburger SPD-Mitglieder und Altenburger Stadträte über ein fremdes Territorium entscheiden und die Nobitzer und Saaraer Bürger und Gemeinderäte für unmündig erklärt werden", entgegnet nun Hendrik Läbe, Bürgermeister von Nobitz und Mitglied der SPD, in einer Presseerklärung. Weiter heißt da es: Der Ort und seine Bürger dürften die eigene Entwicklung nicht selbst bestimmen. In der SPD-Ortsgruppe sei über den zukünftigen Weg beraten worden und einhellig sei die Meinung gewesen, dass nur eine entsprechend große Gemeinde mit circa 10 000 Einwohnern eine Zukunft im ländlichen Raum habe, dementsprechend gehöre Saara und das Wieratal als Gemeinschaft zusammen.

"Kann sich ein Altenburger vorstellen, dass Altenburg bis Jückelberg und Flemmingen reicht? Unsere ländliche Bevölkerung kann es nicht", heißt es in Läbes Schreiben. Würden die städtischen Satzungen in den Dörfern gelten, müssten laut Läbes Ansicht die Bürger soviel Abgaben leisten, dass einige ihr Eigentum verkaufen müssten. Effizientere und zukunftsträchtige Strukturen, könnten die Saaraer und Nobitzer in Altenburg nicht sehen. Da gebe es zu viele Überschneidungen mit dem Landkreis.

Läbe nennt beispielhaft die eigene Schulverwaltung, das Bauordnungsamt oder die Rechnungsprüfung. Alles Kosten, die die Einwohner der Dörfer mit bezahlen sollen. Läbe fordert: "Macht in Altenburg die Hausaufgaben, die wir in unseren Gemeinden schon lange erledigt haben. Allein mit den zwei Verwaltungen Nobitz und Saara, mit insgesamt dann 17 Beschäftigten, können 6500 Einwohner effizient verwaltet werden. Da ist Altenburg meilenweit entfernt!"

Interessant sei: Die Saaraer Bürger wollen nach Nobitz. Als vor Jahren die Gößnitzer erklärten nicht nach Schmölln zu wollen, wurde deren Entscheidung akzeptiert. Die der Saaraer werde es nun nicht. Sie würden zum Bürger zweiter Klasse degradiert und zur Bevölkerungsbeschaffung missbraucht.

Das Schlimmste jedoch sei, Saara solle nach dem Willen von drei Akteuren zerschnitten werden. "Wie soll das geschehen?", fragt der Gemeindechef. Altenburg bekommt die bevölkerungs- und finanzstarken Teile und Gößnitz die Flächen mit den meisten Straßen und den kleinsten Orten. Die Stadt Gößnitz hat große finanzielle Sorgen, da werde mit dem dringend anstehenden Straßenbau gar nichts mehr möglich sein.

Die jetzt vom Freistaat vorab gezahlte Hochzeitsprämie von 650 000 Euro könnte Abhilfe schaffen und der Bürger vor Ort hätte sofort einen Nutzen. Läbe: "Aber wen interessiert denn wirklich die Landbevölkerung. Jedenfalls keinen Stadtrat, da denkt jeder nur an seine Stadt, das Umland kann sterben!"

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