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Altenburg SPD wählt Kandidaten für Bundestags-Direktmandat und bläst zum Angriff
Region Altenburg SPD wählt Kandidaten für Bundestags-Direktmandat und bläst zum Angriff
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18:37 24.10.2012

Geboren wurde der Altenburger SPD-Stadtratsfraktionschef in Hockenheim bei Mannheim. Nach dem Studium der Japanologie verschlug es ihn für drei Jahre sogar an die Uni Niigata, wo er den Mauerfall aus dem fernen Japan beobachtete.

Davon fasziniert, ließ sich der verheiratete Vater zweier Kinder in Altenburg nieder, wo er seit 1994 das Innova Sozialwerk leitet und seit zehn Jahren auch im Vorstand des paritätischen Landesverbandes arbeitet. Mit diesen Erfahrungen ausgestattet will er sich im Bundestag vor allem gegen Altersarmut und die Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit einsetzen, wobei er hier einen klaren Bezug zu den drängenden Problemen in seiner Region sieht.

Mit seinem Partei-Eintritt im Jahr 1972 ist Dorsch höchstwahrscheinlich von allen Genossen im Kreis am längsten in der SPD. Das geschah wegen Willy Brandt, dessen Politik er verdankt, "dass ich als Sohn eines kleinen Bahn-Beamten studieren konnte." jr

Ronneburg. Mit einer Kampfansage an die CDU sind die Sozialdemokraten des Altenburger Landes vorgestern Abend in den Bundestagswahlkampf gestartet. Gemeinsam mit Delegierten aus dem Nachbarkreis wählte eine Versammlung in einer Gaststätte in Ronneburg den Altenburger Nikolaus Dorsch zum Kandidaten für das Direktmandat für den Bundestagswahlkreis 195, zu dem das Altenburger Land und der Landkreis Greiz gehören. Dorsch erhielt 21 von 22 abgegebenen Stimmen.

Hauptziel der Wahlen im kommenden Jahr ist die Zurückeroberung des Direktmandates, das seit 2002 Volkmar Vogel (CDU) innehat. "Der Wahlkreis ist kein Erbhof der CDU und auch nicht von Herrn Vogel", sagte Dorsch. Die SPD sei sowohl in Greiz als auch im Altenburger Land in der Lage, der Union Angst und Schrecken einzujagen. Es gehe aber nicht in erster Linie um die SPD, "wichtiger sind die Menschen und das Land, das seinen Kindern Chancen bieten muss."

Als ein wichtiges Wahlkampfthema der Region kristallisierte sich vorgestern die infrage stehende Anbindung an die neue Autobahn 72 bei Frohburg heraus. "Dort passiert nichts", griffen sowohl Dorsch als auch Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) Volkmar Vogel an, der als Vize-Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag bei diesem Zubringer versagt habe. "Vogel verkauft in dieser Frage mittlerweile Selbstverständlichkeiten als Fortschritte", sagte Wolf. Dorsch sprach sich für planungsrechtliche Reformen aus. Öffentliche Belange dürften nicht von Privatinteressen abhängig sein, ging der Kandidat auf jenen Betrieb ein, der mit Einsprüchen die Planung des Zubringers verzögert hat.

Dorsch hatte bis kurz vor seiner Nominierung noch einen Gegenkandidaten aus dem Kreis Greiz. Martin Luckert hatte seine Kandidatur überraschend zurückgezogen und kandidiert nun für einen Listenplatz.

Jens Rosenkranz

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