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Altenburg SPD will stärkste Kraft im Stadtrat bleiben
Region Altenburg SPD will stärkste Kraft im Stadtrat bleiben
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21:04 03.12.2012
Altenburg

Im Ortsverein seien wichtige politische Diskussionen geführt worden, so zu Theater und Ärztemangel. Die OB-Wahl konnte mit Erfolg abgeschlossen werden, "eine Gemeinschaftsleistung des Ortsvereins, in die sich viele Mitglieder eingebracht haben", wie Müller lobte. Zur bekämpften Fusion von Nobitz und Saara, gegen die der Ortsverein sogar ein Vorgehen per Verfassungsklage gefordert hatte, merkte der Ortsvereinsvorsitzende lediglich an, sie habe sich mit dem Beschluss des Landtags nun erledigt. Man werde mit den Gemeinden weiterhin zusammenarbeiten, beispielsweise beim Viaduktradweg.

Zu den Zielen der Altenburger SPD müsse es künftig gehören, die Mitgliederzahlen auf dem jetzigen Niveau zu halten und "bestenfalls zu steigern", sagte Müller. Mit Blick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr, bei der für die SPD ihr Stadtrats-Fraktionschef Nikolaus Dorsch antritt, seien "die Chancen nicht so schlecht, das Direktmandat zu erringen".

Für die Kommunalwahl ein Jahr später müsse der Anspruch gelten, wieder die stärkste Fraktion zu stellen. "Nur mit einer starken SPD kann vernünftige Politik im Stadtrat gemacht werden", erklärte Müller. Auch bei der Landtagswahl 2014 werde man die Kandidaten der Partei unterstützen, um "im besten Fall den Wahlkreis zu gewinnen". Generell sei es nötig, auf die Bürger zuzugehen, so der Ortsvereinschef: "Die SPD ist kein Klüngelverein, der Politik in den Hinterzimmern macht."

Wie aus dem Kassenbericht hervorgeht, hatte die Partei 23 500 Euro in den OB-Wahlkampf gesteckt, davon waren über 20 000 Euro Spenden. Über 18 000 Euro flossen allein in Wahlkampfmaterialien und Anzeigen.

In der kurzen Aussprache erinnerte Volker Schemmel an die bevorstehende 150-Jahr-Feier der SPD. Auch mit eigenen Veranstaltungen sollte dieser Anlass genutzt werden, um "die Geschichte der SPD, ihre Erfolge, ihre Geradlinigkeit in der Öffentlichkeit vorzustellen", sagte der frühere Staatssekretär und Landtagsabgeordnete. Torsten Rist erinnerte an die Beteiligung der SPD an Bürgerinitiativen wie der für die Bebauung des Markt-Areals, die letztlich dazu beigetragen hätten, dass im Stadtrat klare Entscheidungen getroffen werden konnten.

Die knapp beschlussfähige Versammlung wählte Müller mit 14 Ja- und einer Neinstimme bei einer Enthaltung erneut zum Vorsitzenden. Stellvertreter sind weiterhin Annett Kügler und Torsten Rist. Günter Neumann

Zum zweiten Mal ist Norman Müller zum Vorsitzenden des Altenburger Ortsvereins gewählt worden. Schon unmittelbar nach seinem Parteieintritt 2008 hatten ihn seine Genossen zum stellvertretenden Vorsitzenden gemacht, zwei Jahre später übernahm er erstmals den Chefposten.

Der 35-Jährige wurde in Altenburg geboren, machte hier Abitur und studierte in Leipzig Jura. Nach einer Tätigkeit als Rechtsanwalt in der Skatstadt wechselte er als Referent für politische Planung und Koordinierung ins Thüringer Kultusministerium.

Norman Müller wohnt in Altenburg, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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