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Altenburg Sabine Müller stellt beim Altenburger Kulturbund aus
Region Altenburg Sabine Müller stellt beim Altenburger Kulturbund aus
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00:37 20.05.2018
Aufwendig und detailreich sind viele der Arbeiten, die Sabine Müller in ihrer neuen Ausstellung präsentiert. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Dass sich Sabine Müller der Umwelt verpflichtet fühlt und sich leidenschaftlich für den Erhalt der Schönheiten unserer Erde einsetzt, wurde bei der 136. Vernissage der Kulturbundgalerie deutlich. Die seit 16 Jahren im kreativen Tun, Suchen und Experimentieren tätige Autodidaktin konnte dazu zahlreiche Weggefährten, Sportfreunde und Arbeitskollegen begrüßen. Nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Ausstellungen seit 2007 ist sie im Altenburger Land keine Unbekannte.

Museum als Weg zur Kunst

Die in Aschersleben geborene Ökonomin lebt seit Ende der 70er-Jahre in Altenburg und fand 2004 den Weg in das Studio für bildende Kunst des Lindenau-Museums. Dort begegnete sie Professor Peter Schnürpel, der sie für die Grafik und Radierungen begeisterte. Seitdem ist die sogenannte schwarze Kunst ihr liebstes Medium. Ab 2010 fand sie in der Grafikwerkstatt Garbisdorf mit den dort vorhandenen Druckpressen ideale Arbeitsbedingungen.

Ihre Vielfalt in den verschiedensten Techniken verdankt sie auch Gerd Rödel sowie ihrer Umtriebigkeit bei Weiterbildungen, etwa in der Leipziger Sommerakademie 2008. 2017 hat sie sich bei einem Workshop im Saarland bei Gabi Wagner weiter qualifiziert, verfeinerte ihre klassische Radiertechnik durch experimentelle Herangehensweisen.

Blicke in die Seele

Erstmalig begegnete sie der Verwendung von Recyclingmaterialien für den Druckstock. Ihre Begeisterung – eben auch durch den Blick auf die Umwelt – lässt sie nun fast ausschließlich so arbeiten. Die in der Ausstellung zu sehenden 37 Exponate sind fast alle so entstanden. Materialien für die Druckstöcke sind etwa Tetra-Pak, PVC-Platten, Wischgaze oder Schnüre.

Auch viele kleinere Werke sind in der Schau von Sabine Müller zu sehen. Quelle: Mario Jahn

Blickfang der Schau ist zunächst der Holzdruck „Blauer Planet“ als Fahne. Sabine Müller erläuterte zur Vernissage am Dienstag ihre Themenkomplexe. Auf der linken Seite der Ausstellungsfläche begegnet man der Serie „Blick ins Innere“. Hier geht es um Seelenlandschaften, die auch die Endlichkeit nicht aussparen. Sie möchten aber auch die Angst davor nehmen. Ein Gedicht von Heike Matthes – „Hela, die Göttin der Unterwelt“ – ist in die Grafiken integriert und gibt Gedankenanstöße.

Altenburger Ansichten

Daran schließen sich Arbeiten zu „Meer und Wasser“ an und vermitteln magische Unterwasserwelten. Arbeiten als Pflanzen- und Naturreliefdrucke weisen auf den behutsamen Umgang mit der Natur hin. Mit dem „porösen Fundstück“ wird ein Relikt des Geraer Hochwassers von 2013 als Mahnung vor weiteren Naturkatastrophen gezeigt.

Auf der Gegenseite des bisher Gesehenen blickt man mittig auf „Zellen“ – eine Art Schau in den eigenen Körper. Sabine Müller möchte sie als Denkanstöße für bewusstes Gesundheitsverhalten weitergeben. Links und rechts davon geht es in die Ferne, die Welt des Reisens, mit dem Abdruck einer Provencekiefer.

Den Altenburgern zur Freude sind im Eingangsbereich der unteren Etage Motive aus dem Altenburger Land und der Sächsischen Schweiz zu sehen. Da entdeckt man das Teehaus, die Roten Spitzen, Kunst- und Hussitenturm sowie die Bastei.

Stadtmensch-Festival

Die Vernissage wurde von Alexa Dreesmann durch Jazz-Standards auf dem Saxophon musikalisch umrahmt.

Neugierige sollten sich den 24. Mai im Rahmen des „Stadtmensch-Festivals“ vormerken. Da gibt es von 12 bis 17 Uhr Druckvorführungen, ebenso in der Museumsnacht am 9. Juni um 18 Uhr.

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Juli zu sehen. Öffnungszeiten im Brühl 2 sind jeweils Montag und Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 10 bis 17 Uhr.

Von Frieder Krause

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