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Altenburg Saison-Finale auf dem Bauernhof
Region Altenburg Saison-Finale auf dem Bauernhof
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00:38 16.07.2015
Aufmerksam lauschen Hunderte Zuschauer. Quelle: Mario Jahn
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Wenn er im Juli seinen Dirigentenstab in die Schatulle legt, bedeutet das symbolisch das Ende einer Spielzeit in Thüringens größtem Theaterbetrieb.

So war es einmal mehr am vergangenen Wochenende. Der musikalische und sängerische Tross des Theaters zog am Sonnabend nach Pöhla in der Gemeinde Starkenberg auf den Bauernhof Gentsch - und eine Anhängerschar von Hunderten Besuchern vornehmlich aus dem Altenburger Land folgte ihm. Das zerstörte natürlich für einen Tag die ländliche Idylle, die es trotz aller modernen Produktionsmethoden hier noch gibt. Dafür gab es eine Menge Musik für das Publikum, das den Schaffenden wirklich auf der Pelle saß - und das ziemlich lange. Denn Wickleins Konzerte erreichen inzwischen schon zeitliche Ausmaße wie Wagnersche Opern.

Diese sind sowohl einer langen musikalischen Programmliste als auch einer langen Pause geschuldet, die dem zahlreichen Publikum die Möglichkeit gibt, Gegrilltes und Gebackenes vom Lande zu genießen, das die vielen Helfer des Vereins Altenburger Bauernhöfe als Kooperationspartner für diese Veranstaltungen zubereitet hatten. Und den Interviews, unter anderem mit dem Gutsbesitzer, dessen Familie seit 400 Jahren nunmehr in der 14. Generation diesen Hof und das dazugehörige Land besitzt und bewirtschaftet. Das ist eine stolze Tradition, von der man glaubt, dass es sie so gar nicht mehr gäbe.

Das musikalische Programm bestand fast ausschließlich aus Highlights des Musiktheaters und der Konzertliteratur und gab auch einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit. Anne Preuß orientierte mit der Arie der Agathe "Wie nahte mir der Schlummer" auf Carl Maria von Webers "Freischütz", Akiho Tsujii mit der Arie der Gilda auf Guiseppe Verdis "Rigoletto" und gemeinsam mit Johannes Beck in mehreren Ausschnitten auf die erste Premiere in Altenburg, auf die Operette "Viktoria und ihr Husar". Claudia Müller bediente wie immer das Musical mit einem Lied aus Andrew Lloyd Webbers "Das Phantom der Oper" und glänzte mit ihrer Vielseitigkeit in dem Ausschnitt "Im Theater ist nichts los" aus Georg Kreislers "Heute Abend: Lola Blau".

Darüber hinaus stellte sich Marlene Husung aus Pöhla als Nachwuchstalent auf der Violine vor und spielte mit dem Orchester zwei Sätze aus einem Violinkonzert von Anatoli Komarowski. Anne Preuß glänzte mit der Arie der Lisa aus Peter Tschaikowskis Oper "Pique Dame", und Johannes Beck gelang selbiges mit der Arie des Malatesta aus Gaetano Donizettis Oper "Don Pasquale". Johannes Kilian als Xylophonist (Türkischer Marsch von Wolfgang Amadeus Mozart und Czardas von Vittorio Monti) und Trompeter Wolfgang Schwalm ("Silberfäden" und "Die Post im Walde") waren als umjubelte Gäste wiederum mit von der Partie.

Das alles ergab unterm Strich mit einem Auftritt der Kindertanzgruppe "Starkenberger Sternchen" und mit Thomas Wickleins Moderation und seinen selbst verfassten musikalischen Bauernregeln (Rinnt viel Schweiß aus jeder Falte, hört der Bauer gern "Die Post im Walde") einen hochkarätigen wie auch würdigen Abschluss der Spielzeit 2014/15.

Manfred Hainich

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