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Altenburg Sanierung des Theaterplatzes 6 gestaltet sich aufwendig und wird noch ein Jahr dauern
Region Altenburg Sanierung des Theaterplatzes 6 gestaltet sich aufwendig und wird noch ein Jahr dauern
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10:35 06.09.2011
Das marode Hofgebäude am Theaterplatz 6 wird abgerissen. Es ist nicht mehr zu retten. Quelle: Ronny Seyfarth

Aus diesem Grund hatte sich die Stadtverwaltung entschlossen, zumindest den Hauptbau wiederherzustellen (OVZ berichtete).

Nun haben die aufwendigen Sicherungsarbeiten mit dem Abriss des maroden Hofgebäudes an Fahrt gewonnen, teilte das Rathaus mit. Seit Ende der Vorwoche ist ein Abrissbagger hinter dem Gebäude am Theaterplatz im Einsatz, Berge von Bauschutt türmen sich auf dem Hof. Untersuchungen hatten gezeigt, dass ausschließlich die straßenseitige Außenwand des Haupthauses erhalten werden kann und zwar bis etwa zur Oberkante des Fußbodens im dritten Obergeschoss. Der Rest des Gebäudes ist so stark geschädigt, dass eine Instandsetzung nicht möglich ist.

Die tragende Bausubstanz besteht überwiegend aus Holz, zahlreiche Bauteile sind vom Hausschwamm befallen. Folglich ist vorgesehen, die straßenseitige Außenwand des Hauptbaus im möglichen Maß zu erhalten und die übrigen Gebäudeteile abzubrechen und anschließend als Neubau wiederherzustellen. Für die Instandsetzung der Außenwand und den Neubau samt Dacheindeckung muss ein erheblicher Aufwand betrieben werden. Ausbauarbeiten, etwa die Herstellung von Decken- und Wandbekleidungen, sind nicht vorgesehen. Die künftige Gebäudehülle soll sich weitgehend den heutigen Dimensionen angleichen. Ziel des Gesamtprojektes ist es, den Charakter des innerstädtischen Straßenzuges zu wahren. Nach Abschluss der Arbeiten, die dem aktuellen Zeitplan zufolge noch etwa ein Jahr dauern werden, möchte die Stadtverwaltung das Gebäude an interessierte Nutzer veräußern. Diese könnten sowohl Wohn- als auch Geschäfts- oder Büroräume einrichten.

Bei der Realisierung des Vorhabens, das voraussichtlich rund 870 000 Euro kosten wird, ist die Stadt auf Städtebaufördermittel in Höhe von 830 000 Euro angewiesen. Während der Bauzeit wird es zeitweise zu Einschränkungen des Straßenverkehrs kommen. Das Gebäude Theaterplatz 6 steht seit Jahren leer und diente früher als Wohn- und Geschäftshaus. Es wurde vermutlich im späten 18. Jahrhundert errichtet. In dem von der Stadt erworbenen Objekt befand sich zu DDR-Zeiten ein als "Drehscheibe" bekanntes Spirituosengeschäft.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit waren 2010 im Innern des Objekts unter anderem marode Bauteile entfernt und erforderliche statisch-konstruktive Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden.

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