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Schäden am Turm der Brüderkirche in Altenburg gravierender als angenommen

Bauvorhaben Schäden am Turm der Brüderkirche in Altenburg gravierender als angenommen

Die Risse im Turm der Altenburger Brüderkirche sind erheblich tiefer, als bislang gedacht. Durch die Umplanung bei der Sanierung steigen die Kosten für die Renovierung um 19 000 Euro. Dennoch sollen die Arbeiten bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Handwerker Tobias Schöppler bereitet die Fassade für die Verankerung der Carbonfaserlamellen vor.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Seit Mitte März laufen die Sanierungsarbeiten am Turm der Brüderkirche. „Im Zuge der Gerüstaufbauarbeiten hat der verantwortliche Statiker Hans-Reinhard Hunger festgestellt, dass die Risse im Nord-West-Pfeiler des Turms tiefer und ausgedehnter sind als bisher angenommen“, erklärt Pfarrer Reinhard Kwaschik. Das ganze Ausmaß der Schäden wurde erst erkannt, nachdem die Verblendung der Fassade entfernt worden war. Mit der notwendigen Umplanung erhöhen sich die Baukosten nun von rund 107 000 Euro auf 126 000 Euro. Der Anteil der Kirchengemeinde erhöht sich damit auf 26 000 Euro. Vorher war ein Eigenanteil von etwa 13 000 Euro eingeplant. „Die Baukosten werden durch Stadtbaumittel und den Kirchenkreis getragen“, sagt der geschäftsführende Pfarrer.

Der bisher geplante Spannanker, der zusammen mit einer Ankerplatte den Riss stabilieren sollte, wird nun ersetzt – durch eine Umschnürung aus Carbonfaserlamellen. „Diese Technik wurde bereits bei anderen Kirchtürmen angewendet“, so Kwaschik. „Natürlich werden die Lamellen hinter den Klinkern verschwinden, so dass von außen nichts zu sehen ist.“ Die bisher angedachte Bauweise kann nicht umgesetzt werden, da sie den Turm weiter destabilisieren würde, so das Ergebnis des Statikers. Zu Verzögerungen wird es durch die Änderungen aber nicht kommen. Wie geplant werden die Arbeiten Ende Juni abgeschlossen sein.

Erstmalig wurde der Turmriss in Notizen von 1961 erwähnt. Wie und wann dieser entstanden ist, kann nur gemutmaßt werden. Eine naheliegende Erklärung: Ein Blitzschlag soll für den Schaden verantwortlich sein. Im Zuge der Turmsanierung hat Pfarrer Kwaschik noch einen weiteren Wunsch. „Es wäre toll, wenn wir es bis 2019, passend zum Wendejubiläum schaffen könnten, wieder alle Glocken im Turm zu haben.“ Seit dem Zweiten Weltkrieg hängen nur noch drei Glocken im Turm.

Der Freundeskreis Brüderkirche hat sich auf die Fahne geschrieben die vierte Glocke wieder in den Turm zurückzuholen. Dafür muss eine Summe von rund 110 000 Euro gesammelt werden. Zum einen für eine neue Glocke, zum anderen für die Renovierung des Glockenstuhls. Etwa 38 000 Euro sind bereits durch Spendengelder zusammen gekommen.

Von Tatjana Kulpa

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