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Altenburg Schäferhundezüchter ihre Lieblinge in Wintersdorf
Region Altenburg Schäferhundezüchter ihre Lieblinge in Wintersdorf
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18:25 06.03.2017
Bei der Standmusterung werden die Hunde durch die Zuchtrichter genau vermessen. Quelle: Eva Anna-Lena Zorn
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Wintersdorf

Viel Gebell, leichter Sonnenschein, eine Brise Wind und eine Hand voll Aufregung umrandeten für so manchen Züchter und Hundebesitzer den ersten Märzsonntag. So erhielten einige eine Auszeichnung mit „sehr gut“ oder „vorzüglich“ für ihre Lieblinge bei der
19. Zucht- und Nachwuchsschau deutscher Schäferhunde in Wintersdorf. Zahlreiche Hundefreunde von Hamburg bis Niederbayern traf man an. In diesem Jahr waren sogar Gäste aus Dänemark, der Schweiz sowie ein Hundezüchter aus der Türkei anwesend.

Nina Kühnemann, seit diesem Jahr die Vorsitzende der Ortsgruppe, präsentierte zwei ihrer Hunde. Sie war als Kind schon immer dabei, züchtet jetzt selbst und hat sowohl die Hundeliebe, als auch das Amt des Vorsitzenden nun von ihrem Vater übernommen. Sie sagte: „Wir sind heute mit der Präsentation der jüngsten Hunde zwischen neun und zwölf Monaten gestartet.“

Insgesamt 57 Hunde waren für die Schau gemeldet. Man konnte in verschiedenen Altersklassen und Kategorien antreten, wie zum Beispiel weiblich und männlich oder Stockhaar- und Langstockhaar-Hunde. Dabei wurde zum einen die Anatomie beurteilt, wie ist beispielsweise die Schulterstellung, die Ohrenstellung oder die Gangart, und zum anderen das Wesen sowie das Verhalten des Hundes.

Marco Oßmann reiste zum fünften Mal aus Bayern an. Er ist einer von 60 Zuchtrichtern in ganz Deutschland. Mit Hunden beschäftigt er sich schon sein Leben lang und nahm seine Tätigkeit als Zuchtrichter 2010 auf. Marco Oßmann erklärte: „Hunde sind so ähnlich wie Menschen. Wenn eine Hundedame zurückhaltend und ängstlich ist, bringt sie dies dann auch ihren Welpen bei.“ Seiner Meinung nach werden bei der Zucht sehr viele Gene und Verhaltensweisen der Elterntiere an die Kleinen weitergegeben, weshalb eine solche Schau immer sinnvoll ist.

Die Ortsgruppe Wintersdorf feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Der deutschlandweite Schäferhundeverein existiert dagegen schon über 100 Jahre. Aus diesem Grund zählt Wintersdorf nach der damaligen Gebietsverteilung zur Landesgruppe Sachsen.

Langjähriges Mitglied des Wintersdorfer Vereins ist Harald Hecht. Er erzählte über sich: „Ich bin nun schon seit etwa 40 Jahren im Hundesport tätig.“ Außerdem trainiere er drei bis vier Mal pro Woche mit seinen Schützlingen, denn in seinen Augen bedarf jeder Hund einer gewissen Ausbildung. Vergangenen Sonntag stand Harald Hecht als Vereinsmitglied dem Zuchtrichter mit Rat und Tat zur Seite, zeigte aber auch zwei seiner eigenen Schäferhunde. Unter anderem dabei war sein Hund mit Namen Kaipo vom Fichtenschlag.

„Bei einer solchen Zuchtschau werden die Hunde in zwei Teilbereichen bewertet.“, gab Marco Oßmann Auskunft. Einerseits gäbe es die Gangwertsprobe, bei der der Hund in der Bewegung beobachtet wird, andererseits die Standmusterung, bei der noch einmal auf Einzelheiten ein konkreter Blick geworfen wird. Auch Herdengebrauchshunde für Schafe werden bei solchen Schauen gezeigt und auf ihre Tauglichkeit, wie Wesen und Gehorsam, geprüft.

Die Organisation dieses Hundeevents übernehmen die Hobbyzüchter aus Winterdorf selbst. Dazu sagte Nina Kühnemann: „Der Tag der Zuchtschau muss mindestens einen Monat vorher geplant werden. Meistens packen alle Familien mit an und kochen und backen für den Tag.“ Ein großes Dankeschön ginge von ihrer Seite an alle Helfer und die Gemeinde Wintersdorf, die dieses Projekt immer möglich machen.

Viele der Hundebesitzer und Züchter sind mit ihren Tieren deutschlandweit unterwegs. Bereits in zwei Wochen heißt es dann vielleicht wieder für den einen oder anderen Schäferhundhalter im Altenburger Land: Auf zur Zuchtschau nach Dresden!

Von Eva Anna-Lena Zorn

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