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Altenburg Schalmeienorchester Frohnsdorf besteht seit 50 Jahren
Region Altenburg Schalmeienorchester Frohnsdorf besteht seit 50 Jahren
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00:17 30.01.2016
Traditionsorchester mit Nachwuchssorgen: Frohnsdorfer Schalmeien. Quelle: Mario Jahn
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Frohnsdorf

Im Februar diese Jahres wird das Schalmeienorchester 50 Jahre alt. Rosenmontag, der 21.2. im Jahr 1966 war der Gründungstag – und einige der Mitglieder sind dem Orchester bis heute treu geblieben. Wie die nächsten Jahre aussehen werden, ist aber noch ungewiss. „Es gibt ein paar, die aufhören wollen“, sagt Dietmar Graichen, Bürgermeister der Gemeinde Frohnsdorf und seit 50 Jahren Mitglied des Schalmeienorchesters.

„Ich denke, dass wir trotzdem weitermachen“, so Graichen weiter. Im Februar würde es sich klären. Sowohl Jörg Steinmetz, der musikalische Leiter, als auch Martina Miller, die Organisatorin des Orchesters, würden nach Graichen die Schalmeienkapelle nicht aufösen wollen.

Ob das Orchester nun bestehen bleibt oder nicht – das nächste Konzert steht auf jedem Fall schon fest: Am 20. und 21. Mai stehen die Musiker beim Dorffest mit auf der Bühne. 680 Jahre Frohnsdorf werden dann zusätzlich zu den 50 Jahren Schalmeienorchester gefeiert.

Die Idee zu dem Schalmeienorchester kam auf, weil auf einer Maikundgebung die Musik fehlte. Es fanden sich zwölf Interessierte aus der Freiwilligen Feuerwehr Frohnsdorf und mithilfe von Gemeindegeldern wurden Instrumente gekauft. Im Frühjahr 1966 stand das Schalmeienorchester und bereits im Sommer desselben Jahres liefen sie bei einem Umzug mit. Heute spielen sie auf Dorffesten und runden Geburtstagen. „Die Umzüge machen wir heute nicht mehr“, sagt Dietmar Graichen. Die Puste würde ihnen dafür mittlerweile fehlen.

Was ebenfalls fehlt, ist der Nachwuchs im Orchester. Wie bei jedem anderen Verein auch gibt es seit Jahren Nachwuchssorgen. „Wir hatten mal fünf Jugendliche dabei, aber die sind dann wegen ihrer Ausbildung woanders hingegangen“, erzählt der Bürgermeister. Das momentan fünfzehn Mann starke Orchester sucht neue Mitstreiter in den mittleren Jahren. Zum Mitspielen sind nicht einmal große Vorkenntnisse nötig. Diese würden zwar helfen, aber es wäre auch möglich, nach Nummern zu spielen, wie Graichen erklärt. Dabei stehen über den Noten Nummern, die anzeigen, welche Taste gedrückt oder welcher Finger wohin gelegt werden muss.

In den 50 Jahren Schalmeienorchester gab es ein paar Highlights. Eins davon ist eine Fahne mit dem Logo des Orchesters. „Wir haben sie Anfang der 90er bekommen. Der Sponsor wollte und will aber nicht namentlich genannt werden“, sagt Dietmar Graichen. Ein weiterer Höhepunkt war die Fahrt nach Augsburg zu den Gesamtdeutschen Feuerwehrmusiktagen, bei der sie eine Bronzemedaille erhielten. Besonders gelobt von der Jury wurde das Stück „Wieratal“, das Jörg Steinmetz selbst komponiert hat.

Um die schwindende Mitgliederzahl auszugleichen, hat sich das Schalmeienorchester Frohnsdorf mit dem der Ehrenhainer für ein paar Auftritte zusammengetan, so zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt. „Das ist ein eine große Hilfe, um auch größere Auftritte weiterhin zu meistern“, sagt Graichen. Alles könnten sie allerdings nicht zusammenspielen – das Repertoire der beiden Orchester ist dann doch zu unterschiedlich dafür.

Von Andrea Schrader

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