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Altenburg Schandfleck wird Sonnenhügel: Zweite Fotovoltaik-Anlage der VR-Bank am Netz
Region Altenburg Schandfleck wird Sonnenhügel: Zweite Fotovoltaik-Anlage der VR-Bank am Netz
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11:50 07.10.2011
Petrus spielt mit: Bei blauem Himmel und Sonnenschein präsentieren VR-Bank-Chef Holger Schmidt (l.) und Sascha Tittel, Leiter der Baufirma, den neuen Fotovoltaik-Park auf dem Kosmaer Weg in Altenburg. Auf den sandigen Flächen soll noch Rasen gesät werden. Quelle: Mario Jahn

Mehr Leistungsvolumen bei nahezu gleicher Fläche: Der Fotovoltaik-Park am Kosmaer Weg ist der bislang größte der VR-Bank. Flächenmäßig sei der etwa einen Hektar große Park auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei zwar etwas kleiner als die im vergangenen Sommer in Betrieb genommene Anlage in der Brunnenstraße, erzeuge aber mehr Energie, sagte Holger Schmidt, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank, gestern zur Eröffnung. Durch das leicht abschüssige Gelände konnten die Reihen näher aneinander gebaut und die Fläche so besser genutzt werden.

Das Areal ist seit rund 15 Jahren im Besitz der Bank. Früher lagerten auf dem kleinen Hügel inzwischen beseitigte Altlasten - ein verfallenes Heizhaus mit einer Esse sowie Garagen. Eine ideale Verwendung war bis zur Errichtung des Fotovoltaik-Parks nicht gefunden worden.

Rund 1,2 Millionen Euro hat das Geldinstitut für die aus 2990 monokristallinen Modulen bestehende Anlage ausgegeben. Mit ihr könne der Ausstoß von jährlich bis zu 539 Tonnen CO² vermieden werden, teilte Sascha Tittel, Geschäftsführer der TS Solar Projekt, mit. Holger Schmidt erhofft sich von der Anlage, deren Erträge in das Stromnetz der Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) eingespeist werden, eine Rendite von etwa sieben Prozent.

"Wir investieren aus zwei Gründen: Um umweltfreundlichen Strom zu erzeugen und um Geld zu verdienen", leitete Holger Schmidt gestern auf dem Gelände der Anlage seine kurze Ansprache ein. Er sei optimistisch, dass sich die Investition lohnen werde, ganz gleich, ob die Bundesregierung die Förderung für Solarenergie kürzen wird. Für die kommenden 20 Jahre sei bereits vertraglich ein Preis von 22 Cent pro Kilowattstunde Strom zugesichert. Den derzeitigen Jahresertrag schätzt Sascha Tittel auf 1000 Sonnenstunden.

In Kürze will die VR-Bank in zweistelliger Millionenhöhe in weitere Fotovoltaik-Parks investieren - solange diese noch gefördert werden. Ein dritter, deutlich größerer als die beiden bisherigen, ist bereits geplant. "Es ist absehbar, dass der Preis zurückgeht", sagte Schmidt. Vor nicht allzu langer Zeit waren es noch rund 40 Cent pro Kilowattstunde, inzwischen sind es gut 20 Cent und bald werden es nur noch zehn sein, befürchtet der Vorsitzende.

Insgesamt hat die VR-Bank bereits 4,5 Millionen Euro in Fotovoltaik-Anlagen investiert. Ende Juni vergangenen Jahres war ein Park in der Brunnenstraße in Betrieb gegangen. Außerdem wurden weitere Anlagen auf im Landkreis angemieteten Dachflächen unter anderem in Schmölln, Gimmel und Jückelberg errichtet.

Darin sieht Schmidt auch die Zukunft der Solarenergie: auf Dächern. Vorausgesetzt, die erzeugte Energie, die meist mehr umfasse, als ein Ein-Familien-Haushalt nutzen kann, sei speicherbar.

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