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Scharfes Echo aus Meuselwitz

Scharfes Echo aus Meuselwitz

Die Reaktionen auf die von Landrätin Michaele Sojka (Die Linke) in die Diskussion geworfene Verlegung von gymnasialen Kursen und Klassen nach Altenburg reißen nicht ab.

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Dem Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium in der Meuselwitzer Rathausstraße stehen offenbar schwere Zeiten bevor. Denn Landrätin Michaele Sojka (Linke) hat seine Notwendigkeit infrage gestellt. Entsprechend heftig fällt die Reaktion darauf aus.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg/Meuselwitz. Allerdings bleibt der von FDP, Junger Union und Schüler Union sowie von Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) und Betroffenen des Roman-Herzog-Gymnasiums vorgegebene Tenor gleich. Denn auch in Meuselwitz und der gesamten Nordregion führten Sojkas Äußerungen zu einem ablehnenden Echo.

So konstatieren Schulleitung, Mitglieder der Schulkonferenz und des Fördervereins sowie die Schüler- und Elternsprecher des Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasiums in einer gestern verbreiteten Mitteilung, dass "unser Schulfrieden erheblich beeinträchtigt" ist. Eltern seien besorgt, Lehrer und Schüler verunsichert. "Die über Jahrzehnte geleistete Arbeit, die sich in einer sehr guten Schulqualität und leistungsfördernden Lernatmosphäre spiegelt, wird damit sabotiert", heißt es weiter. "Eine lapidar dahingeworfene öffentliche Verlautbarung zu einer derart bedeutungsvollen Problematik ist inakzeptabel und extrem rufschädigend."

Daher fordert man die Landrätin auf, den argumentativen Dialog mit den Betroffenen zu suchen. "Schüler, Eltern und Lehrer verdienen einen respektvollen Umgang", heißt es in dem Statement. "Auch und besonders in einem Grundzentrum an der Peripherie des Landkreises Altenburger Land haben Kinder und Jugendliche das Recht auf gleichwertige Bildungschancen."

Diese Meinung teilen die Meuselwitzer Bürgermeisterin Barbara Golder (CDU), die die Erklärung ebenfalls unterzeichnet hat, und ihre Kollegen aus Kriebitzsch und Lucka. Gemeinsam werde man alle Potenziale nutzen, um sich für den Erhalt des Gymnasiums Meuselwitz in der vorhandenen Form einzusetzen und fordere den Erhalt des Schulstandortes, "besonders im Rahmen der von der Landesregierung geplanten Gebietsreform und der Stabilisierung des funktionsteiligen Grundzentrums Meuselwitz/Lucka im letzten Zipfel Ostthüringens", erklärte Golder stellvertretend für die Bürgermeister der Nordregion. Man werde sich aktiv und "mit akzeptablen Lösungsvorschlägen" an der Schulnetzplanung beteiligen und den Schulstandort verteidigen. "Dazu brauchen wir alle Beteiligten an einem Tisch und keine Schnellschüsse." © Kommentar

Thomas Haegeler

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