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Schaulaufen der Deutschen Schäferhunde in Wintersdorf

Zuchtschau Schaulaufen der Deutschen Schäferhunde in Wintersdorf

In Wintersdorf fand am Sonntag die 18. Zuchtschau für Deutsche Schäferhunde statt. Etliche Züchter waren gekommen, um ihre Tiere bewerten zu lassen, weil sie ein Ticket für die Bundessiegerzuchtschau ergattern wollen. Die Schau lag in den Händen der Ortsgruppe Wintersdorf im Verein Deutscher Schäferhunde. Auch vier Mitglieder dieser Gruppe stellten ihre Tiere vor.

Zuchtrichter Marco Oßmann (r.) und Wintersdorfs Ortsgruppenvorsitzender Frank Kriebitzsch (2. v. r.) geben das Urteil einer Begutachtung bekannt.

Quelle: Klaus Peschel

Wintersdorf. Sie tragen etwas exotische Namen. Sie heißen Devi Primo Mio Grande, Grimmig von Di Caprio, Falan’s Baja oder Yack von Del Nando: Rüden und Hündinnen der Rasse Deutscher Schäferhund. Mehr als 50 dieser Tiere gaben sich am Sonntag auf dem Hundesportplatz in Wintersdorf ein Stelldichein. Die Ortsgruppe des Vereins für Deutsche Schäferhunde hatte zu einer Zuchtschau eingeladen, die in den organisatorischen Händen von Jugendwart Nina Kriebitzsch lag.

„Es ist bereits unsere Achtzehnte“, sagte der Vorsitzende der Ortsgruppe Wintersdorf, Frank Kriebitzsch. Seit ihrer Gründung führt sie jährlich Ausgang des Winters ein solches Schaulaufen der Zuchttiere durch. „Es ist jedes Jahr die erste von zwölf Zuchtschauen der Landesgruppe Sachsen, zu der wir gehören“, zeigte sich Kriebitzsch etwas stolz. Der Landesgruppenvorsitzende Sachsens, Andreas Rudolph, war am Sonntag auch vor Ort, als einer der beiden Zuchtrichter. Er begutachtete die Rüden. Einen kritischen Blick auf die Hündinnen warf hingegen Marco Oßmann. Er ist Zuchtrichter für Bayern Nord und Richter der Bundessiegerzuchtschau, die Anfang September stattfindet. Um dahin zu gelangen, muss jeder Züchter mit seinen tierischen Kandidaten zuvor an fünf Zuchtschauen in Deutschland teilnehmen. Zwei Mal muss das Rassetier dabei von einem Richter der Bundessiegerzuchtschau begutachtet werden. Da dies am Sonntag in Wintersdorf möglich war, war der Andrang groß.

Unter denen, die auf eine Bewertung vom höchsten Zuchtgericht aus waren, befand sich Kathrin Petzold vom Zwinger vom Zellwaldrand aus Mahrbach in der Nähe von Chemnitz. „Unsere vier Hunde sollen im Herbst zur Siegerschau“, erklärte sie ihr Kommen nach Wintersdorf. Und einen fünften Hund hatte sie auch noch an der Leine. „Das ist ein kleiner Italiener, er kommt aus Napoli und heißt Asso Dei Colli Storitschi“, erzählte die Züchterin. Der Nachwuchs hat den Rufnamen Asso und ist erst dreieinhalb Monate alt. „Für die Zuchtschau ist der Hund noch zu jung, frühestens mit neun Monaten darf ein Schäferhund an einer Zuchtschau teilnehmen“, so Kathrin Petzold.

Asso war aber nicht das einzige Hundekind auf dem Platz. Für die Kleinsten war es eine erste Erfahrung von dem, was auf sie in ihrem Hundeleben als Zuchttier zukommen wird: Zuchtschauen und Prüfungen. Jeder Hund wurde von Herrchen oder Frauchen einzeln in den Ring geführt, dort vermessen und begutachtet. Beurteilt wurde dabei der anatomische Gesamtaufbau des Tieres hinsichtlich des Standards der Rasse. Die Züchter bekamen ein Bewertungsprotokoll mit, das ihnen dokumentiert, in welchem Zustand sich ihre Tiere befinden. Die Bewertungen reichen von vorzüglich bis gut, ausreichend bis ungenügend und viel versprechend bis weniger versprechend. Ein zweites Exemplar des Bewertungszertifikats geht nach Augsburg. Dort ist der Hauptsitz des Vereins für Deutsche Schäferhunde. Gewertet wurde in fünf Kategorien. Die gehen von der Nachwuchsklasse bis zu den Senioren (Hunde ab dem sechsten Lebensjahr). Die ersten Vier jeder Kategorie wurden mit einem Pokal belohnt.

Vier Mitglieder der Ortsgruppe Wintersdof stellten ihre züchterischen Erfolge vor. Dennoch, die Schäferhunde-Halter kämpfen mit dem gleichen Problem wie die Züchter von Rassegeflügel. „Wir haben Nachwuchssorgen, was die Mitgliedschaft im Verein betrifft“, konstatierte Frank Kriebitzsch. Was an der Basis Sorgenfalten bereitet, scheint auf den Verein Deutscher Schäferhunde in seiner Gesamtheit nicht zuzutreffen. „Wir sind immer noch der größte Rassezuchtverein der Welt“, sagte Marco Oßmann.

Von Klaus Peschel

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