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Schauspieldirektor Bernhard Stengele verlässt Theater&Philharmonie Thüringen

Wechsel Schauspieldirektor Bernhard Stengele verlässt Theater&Philharmonie Thüringen

Schauspieldirektor Bernhard Stengele wird zum Ende dieser Spielzeit die Theater&Philharmonie Thüringen verlassen. Er wolle sich neuen Herausforderungen widmen, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung des Hauses. Der Nachfolger steht bereits fest: Manuel Kressin.

Das Team der Rockerette „Barbarossa ausgeKyfft“: Manuel Kressin, Bernhard Stengele und Olav Kröger (v.li.).

Quelle: Stephan Walzl

Gera/Altenburg. Schauspieldirektor Bernhard Stengele wird zum Ende dieser Spielzeit die Theater&Philharmonie Thüringen verlassen. Er wolle sich neuen Herausforderungen widmen, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung des Hauses. Der Nachfolger steht bereits fest: Manuel Kressin, der seit 2009 zum Schauspiel-Ensemble gehört, übernimmt den Angaben zufolge ab der Spielzeit 2017/18 die Aufgaben von Stengele.

„Manuel Kressin ist bestens mit der Region vertraut und vernetzt und hat in den vergangenen Jahren als kreativer und kommunikativer Kopf für die Übernahme dieser Aufgabe auf sich aufmerksam gemacht“, betont Generalintendant Kay Kuntze. Bereits in den zurückliegenden Spielzeiten sei Manuel Kressin zunehmend von Bernhard Stengele in die Leitungsarbeit einbezogen worden und habe Dramaturgien und Inszenierungen übernommen.

Stengele kam zu Beginn der Theatersaison 2012/2013 aus Würzburg, wo er seit 2004 Schauspieldirektor am Mainfranken Theater war, nach Ostthüringen. Zu seinen bei Theater&Philharmonie Thüringen realisierten, internationalen Projekten zählen die „Frauen von Troja“ und „Les Zéros-Morts – Die Schutzlosen“. Mit der Uraufführung der Rockerette „Barbarossa ausgeKyfft“ wagte er sich an die Umsetzung eines humorvoll politischen Theaterstücks.

Manuel Kressin, 1978 in Berlin geboren, wurde 2009 von der damaligen Schauspieldirektorin Amina Gusner an Theater&Philharmonie Thüringen engagiert. Nach seiner Ausbildung an der Fritz-Kirchhoff-Schule „Der Kreis“ von 2000 bis 2003 in Berlin folgte für ihn 2003 das erste Engagement an der Landesbühne Sachsen-Anhalt in Eisleben. Im November 2007 wurde dort die von ihm geschriebene musikalische Komödie „Toni und Tilly unplugged“ uraufgeführt. Außerdem arbeitete er als Hörspiel- und Hörbuchsprecher.

Als König Gunther in Hebbels „Nibelungen“ stand Kressin erstmals auf der Bühne in Altenburg, er gehörte zum Männer-Trio in Yasmina Rezas Komödie „Kunst“ und spielt den Edd in der Bühnenadaption von Lutz Seilers preisgekröntem Roman „Kruso“. Die Bühnenfassung des diesjährigen Weihnachtsmärchens „Aladdin und die Wunderlampe“, die aus seiner Feder stammt, wird er selbst inszenieren. In Altenburg widmete sich Manuel Kressin auch erfolgreich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Verein JugendTheARTerWelt.

Von ovz

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