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Scheune im Rositzer Bernsteinhof saniert

Letzter Bauabschnitt beendet Scheune im Rositzer Bernsteinhof saniert

Das Altenburger Land ist für seine großen Vierseithöfe bekannt. Dieses Bild wenigstens teilweise zu erhalten, hat sich auch die Gemeinde Rositz auf die Fahne geschrieben. Die Kommune hat seit vielen Jahren in die Sanierung des Bernsteinhofes investiert. Dieser Tage wird der letzte von drei Bauabschnitten bei der Rekonstruktion der Scheune abgeschlossen.

Erstrahlt wieder in altem neuen Glanz: die sanierte Scheune des Bernsteinhofes.

Quelle: Mario Jahn

Rositz. Seit Generationen ist das Altenburger Land für seine großen Vierseithöfe bekannt. Noch heute prägen die Güter die hiesige Landschaft im ländlichen Raum. Dieses Bild wenigstens teilweise zu erhalten, hat sich auch die Gemeinde Rositz auf die Fahne geschrieben. Nicht zuletzt deshalb und weil der Bernsteinhof mitten im Ort liegt, investiert die Kommune seit vielen Jahren in die Sanierung. Dieser Tage wird der letzte von drei Bauabschnitten bei der Rekonstruktion der Scheune abgeschlossen.

Etwa 100 000 Euro, wovon 65 Prozent aus Fördertöpfen des Freistaates stammen, flossen in den vergangenen Monaten in die Instandsetzung, diesmal hauptsächlich der Fassade. „Wir haben auch die Elektrik erneuert und Platten auf den Boden geschraubt“, erklärt Bürgermeister Steffen Stange (parteilos). Von außen erstrahlt das Gebäude nun wieder im alten neuen Glanz. Innen sieht es aus, als hätte sich in den vergangenen vielleicht 150 Jahren nichts verändert. „Na ja, so ähnlich“, wirft Stange ein, „wir haben schon auch innen viel gemacht, etwa Boden aufgefüllt, teilweise betoniert und natürlich beräumt. Aber Ziel ist es, die Scheune im Grunde so zu lassen, wie sie war.“

Dazu gehören auch die alte Dreschmaschine und der Aufzug für die Strohballen. Beides ist noch funktionsfähig. Doch wie Stange erklärt, wird die hölzerne Maschine nicht mehr eingeschaltet, weil sie das gesamte Gebäude zum Beben bringt. Der Bürgermeister hat einfach Sorge, dass dadurch Schaden entsteht, denn auch Gebälk und Mauerwerk sind alt. Wie alt, lässt sich im Fall der Scheune nur schätzen. Das Wohnhaus stammt, so die Jahreszahl im Türbogen, aus dem Jahr 1705. Doch bis in die 90er-Jahre hinein war der Hof bewohnt, wurde bewirtschaftet und vor allem gepflegt, was der Bausubstanz anzusehen ist. Auch, dass bereits kurz nach der Wende mit der grundhaften Sanierung begonnen wurde.

Schon damals, als das Gehöft noch im Besitz der Familie Bernstein war, engagierte sich die Gemeinde, der der Grund und Boden gehört. Anfang der 2000er-Jahre übernahm die Neue Arbeit, damals eine GmbH, das Gut. Als die Gesellschaft zehn Jahre später Insolvenz anmeldete, ersteigerte der Bodeneigentümer Rositz den ortsbildprägenden Bernsteinhof. „Uns war auch wichtig, dass die Neue Arbeit als Verein dann weitermachen kann“, sagt Stange mit Verweis auf die sozialen Projekte des Vereins. Neben der Neuen Arbeit hat heute die Seifenhexe ihr Labor und es gibt Pensionszimmer, die gern wie auch momentan von Papiermacher-Studenten bewohnt werden. Die Scheune übrigens soll auch zukünftig für Veranstaltungen genutzt werden.

Beispielsweise am 27. November zum traditionellen Adventsfest der Gemeinde. Auf dem Bernsteinhof und gegenüber in der Heimatscheune erwartet die Besucher ein unterhaltsames vorweihnachtliches Programm und Treiben unter anderem mit den Meuselwitzer Weihnachtsbläsern, dem Kindergarten Zwergenstübchen, einem Auftritt der Schüler der Grundschule, der Weihnachtsbaumversteigerung und Verkaufsständen. Am Abend findet ein Lichterumzug statt, den das Jugendblasorchester Lucka begleitet und in der Kirche nebenan erklingen Weihnachtslieder mit dem Gitarrenduo Klangkiste aus Zeitz und dem Liederkranz Rositz. „Für unser diesjähriges Adventsfest suchen wir Helfer, die am 24. November ab 10 Uhr beim Ausschmücken des Bernsteinhofs mit anpacken“, ruft Stange die Rositzer in diesem Zusammenhang auf.

Im nächsten Jahr soll dann die Sanierung des Stallgebäudes begonnen werden. Stange rechnet mit mindestens drei Bauabschnitten, bis auch der letzte unsanierte Teil des Hofes fertig ist. Stange: „Das ist ja immer auch eine Frage des Geldes. Zum einen geht es ohne Fördermittel nicht, zum andern muss die Gemeinde ja ihren Eigenanteil aufbringen.“

Von Jörg Reuter

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