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Altenburg Schilder erinnern an Zipsendorfs lange Geschichte
Region Altenburg Schilder erinnern an Zipsendorfs lange Geschichte
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00:18 14.07.2017
Hinweisschilder mit Botschaft: Seit vergangener Woche erinnern insgesamt vier Schilder an die Geschichte des Meuselwitzer Ortsteils Zipsendorf. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Wer seit Mitte der Woche aufmerksam durch Meuselwitz fährt, dem dürften am Straßenrand einige blecherne Neuerungen begegnet sein. Seit kurzem künden an insgesamt vier Stellen in der Schnauderstadt Schilder vom 1973 eingemeindeten Ortsteil Zipsendorf – und dessen 850-jährigem Jubiläum im kommenden Jahr.

Aufgestellt hat die Hinweisgeber die seit einigen Wochen aktive IG Bergbau- und Heimatfreunde Zipsendorf, die sich die Pflege der örtlichen Erinnerung auf die Fahnen geschrieben hat. Unterstützt wurde die IG von der MKM Meuselwitz GmbH. Symbolisch sind auf den Schildern die wichtigsten Industriezweige, die Zipsendorf einst auszeichneten, zu sehen: Landwirtschaft, die Gummiwerke, die Ziegelei, sowie Handwerk und Maschinenbau. „Wir wollen damit die Menschen daran erinnern, dass es den Ort überhaupt gibt“, erklärt IG-Mitglied Klaus Spindler den Hintergrund der Aktion.

Neben der Aufarbeitung der Heimatgeschichte ist der Blick der IG natürlich vor allem auf das große Jubiläum 2018 ausgerichtet. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Mitstreitern eine entsprechende Feier auf die Beine zu stellen“, beschreibt Spindler das Anliegen. Einige Pläne zur Realisierung hat die IG bereits zusammengetragen. „Einen festen Termin haben wir zwar noch nicht im Blick, führen aber entsprechende Gespräche.“ Denkbar sei etwa, die Feierlichkeiten im Rahmen des Floriansfestes des Feuerwehrvereins abzuhalten. Eine Verbindung mit einem Festgottesdienst in der evangelischen Kirche und einer von den Bergbrüdern Meuselwitz-Rositz geplanten Ausstellung sei ebenfalls möglich. „Die konkrete Ausgestaltung muss jetzt natürlich angegangen werden“, weiß auch Spindler.

In jedem Fall wolle man versuchen, bis zum Jubiläum so viele Zeitzeugnisse wie möglich zusammen zu tragen. „Wir suchen etwa dringend alte Bilder und Postkarten von Zipsendorf, auch solche, die anlässlich der 800-Jahr-Feier 1968 im Umlauf waren.“ Diese wolle man digitalisieren, um sie zu bewahren und für künftige Ausstellungen zu nutzen. „Wir planen, eine beständige Arbeit am kulturellen Erbe Zipsendorfs zu leisten“, fasst Spindler zusammen.

Passende Räumlichkeiten für die Aktivitäten der IG sind inzwischen auch vorhanden. So können die Mitglieder einen Raum in der Meuselwitzer Kulturhalle nutzen. Über eine erweiterte Nutzung in Absprache mit den anderen ansässigen Akteuren, etwa der Frauenbegegnungsstätte, wolle man noch Gespräche führen.

Die Unterstützung für die IG wachse bisher beständig, so Spindler. Neben dem ZFC Meuselwitz und den Bergbrüdern konnten etwa auch der Bergbausportverein, der Anglersportverein Schnaudertal, die evangelische Kirche Zipsendorf und die Regelschule „Geschwister Scholl“ gewonnen werden. Die Mibrag habe ebenfalls bereits einen Scheck über 1000 Euro beigesteuert. Einzig die Stadtverwaltung und der Stadtrat zeigten sich noch ein wenig zögerlich hinsichtlich der 850-Jahr-Feier, so Spindler. „Ich hoffe, dass sie ihre politische und moralische Verantwortung erkennen“, gibt er sich dennoch zuversichtlich.

Ganz untätig war die Stadt indes nicht: Sie hat inzwischen ein Spendenkonto für die IG eingerichtet. Wer die Mitglieder bei ihren Vorhaben unterstützen möchte, kann dies unter Angabe des Aktenzeichens „30011“ auf das Konto unter DE 93 83 05 02 00 12 04 00 46 05 tun.

Von Bastian Fischer

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