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Altenburg Schläger fährtein, Bewährung für Mittäter
Region Altenburg Schläger fährtein, Bewährung für Mittäter
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19:54 06.12.2012

Nach fünf Verhandlungstagen hat die vierte Strafkammer des Landgerichts Gera den Prozess gegen zwei Altenburger wegen schweren Raubes beendet. Allerdings sah das Gericht den eigentlichen Vorwurf nicht bestätigt und verurteilte das Schläger-Duo deswegen vorgestern Nachmittag nur wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung. Der 43-jährige Angeklagte muss nun ein halbes Jahr in Haft. Der 26-Jährige bekam zur Bewährung ein Jahr und elf Monate sowie die Einweisung in eine Entziehungsklinik aufgebrummt. Als Auflage muss er sich aber einer ambulanten Sucht-Therapie unterziehen, die unter anderem regelmäßige Drogen- und Alkoholtests beinhaltet.

Mit dem Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, folgte die Strafkammer im Großen und Ganzen dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die für den älteren Täter acht Monate Gefängnis und für den jüngeren eine Bewährungsstrafe von knapp zwei Jahren sowie eine stationäre Therapie beantragt hatte. Die Verteidigung hatte für beide Freispruch gefordert. Der Nebenkläger und Geschädigte verzichtete auf einen konkreten Strafantrag. Ihn hatte das Duo am 26. April 2011 getreten und geschlagen, nachdem es gegen Mitternacht mit zwei weiteren Männern in seine Wohnung eingedrungen waren. Durch einen Hieb mit einem Baseballschläger hatte er damals unter anderem eine Platzwunde am Kopf erlitten. Zudem sollen ihm seine Peiniger danach noch 6500 Euro und zwei Handys gestohlen haben.

Letzteres ließ sich jedoch nicht klären. Mehr noch: Seitens der Strafkammer wuchsen gar die Zweifel, ob es das Geld und die Telefone je gegeben hat. Grund dafür waren die Aussagen des geständigen Schläger-Duos und der beiden anderen Männer. Denn das Quartett berichtete, dass das Opfer zwar geschlagen und getreten worden sei. Damit sollte es aber nur gezwungen werden, Schlüssel und Papiere eines Autos herauszugeben. Von Geld sprach keiner - auch der Nebenkläger nicht, der auf Nachfragen beharrlich schwieg.

Thomas Haegeler

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