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Altenburg Schlechte Nachricht für Spatzen im Altenburger Land: Freileitungen verschwinden
Region Altenburg Schlechte Nachricht für Spatzen im Altenburger Land: Freileitungen verschwinden
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15:43 19.05.2015
Im Ortsteil Bünauroda sollen bis Oktober rund vier Kilometer Freileitungen aus dem Ortsbild verschwinden. Quelle: Mitnetz
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Meuselwitz

Für Spatzen eine schlechte Nachricht. Denn bei diesen Bauvorhaben verschwinden in sechs Orten Freileitungen.

"Mit unseren Investitionen erhöhen wir die Leistungsfähigkeit der Ortsnetze deutlich", sagte Uwe Härtling, Leiter der Netzregion Westsachsen, am Montag vor der Presse. Auf diese Weise stelle das Unternehmen künftig eine reibungslose Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien in der Region sicher. Das sei derzeit eine Herausforderung, wachse doch im Altenburger Land der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien stetig weiter. Deutschlandweit sei das bereits mehr als ein Viertel der gesamten Stromerzeugung. Der umweltfreundliche Strom kommt vor allem von Windkraft- und Fotovoltaikanlagen. Im Landkreis gibt es nach Angaben der Mitnetz 1073 Anlagen zur Erzeugung von Solarenergie und 69 Windkraftanlagen. Nach den Bauarbeiten könnten die Ortsnetze sehr viel mehr Strom aus solchen Anlagen aufnehmen als bisher, betonte Härtling.

Weil der Mitnetz mit dem Ausbau des 110-KV-Netzes nicht nachkomme, habe es in der Region im vergangenen Jahr 274-mal Probleme gegeben. Mit der Erneuerung der Ortsnetze erhöhe sich für den Stromkunden die Qualität der Versorgung, auf die sein Unternehmen großen Wert lege, betonte er im Beisein von Bürgermeistern der Orte, in denen die Bauarbeiten bereits laufen oder demnächst beginnen.

Eines der wichtigsten Einzelvorhaben im Landkreis ist die Erneuerung des Ortsnetzes von Bünauroda, das zu Meuselwitz gehört. Hier tauscht Mitnetz für 226 000 Euro rund drei Kilometer Mittelspannungsfreileitungen sowie mehr als einen Kilometer Niederspannungsfreileitungen aus und verlegt die Kabel in der Erde.

Weil die Stadt Meuselwitz derzeit kein Geld hat, parallel die Straßenbeleuchtung zu erneuern, verlegt der Netzbetreiber zunächst nur Leerrohre. Weiterhin investiert das Unternehmen rund 200 000 Euro in den Ersatz von 1,8 Kilometer verschlissener Freileitungen in Wintersdorf.

Das kostenintensivste Bauvorhaben läuft bereits seit geraumer Zeit im Windischleubaer Ortsteil Schelchwitz. Für rund eine halbe Million Euro erfolgt hier die Erneuerung von mehr als sieben Kilometer Leitung. Bereits im Juni soll die Maßnahme beendet sein.

In Gerstenberg verschwinden die beiden Transformatorenstationen. Dafür wird eine neue Kompaktstation errichtet. Außerdem erfolgt auch hier die Erneuerung von Freileitungskabeln durch Erdkabel. Dieses Vorhaben lässt sich der Netzbetreiber 186 000 Euro kosten.

In einer ähnlichen Ordnung erfolgt der Ersatz von rund einem Kilometer Freileitung im Rositzer Ortsteil Fichtenhainichen.

Rund zwei Kilometer Leitung und eine alte Turmstation ersetzt Mitnetz außerdem in Altkirchen. Die entstehenden Kosten belaufen sich auf 266 000 Euro.

Die Kommunen, die finanziell in der Lage sind, parallel die Straßenbeleuchtung zu erneuern, klinken sich in die Bauvorhaben ein. Ein solches Miteinander wolle sein Unternehmen in Zukunft weiter ausbauen, sagte Härtling und ermunterte die anwesenden Bürgermeister, bei ihren Bauvorhaben auf ihn zuzukommen.© Kommentar Seite 13

Marlies Neumann

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