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Altenburg Schleiereule quartierte sich in Laube in Mockern ein
Region Altenburg Schleiereule quartierte sich in Laube in Mockern ein
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15:26 26.03.2018
Hat sich in einer Laube in Mockern einquartiert: eine Schleiereule. Quelle: privat
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Mockern

Morgens kurz vor 8 Uhr sitzt Bernd Kölmel im Garten hinterm Haus, als er ein scharrendes Geräusch vernimmt. „Da habe ich mich erst einmal im Garten umgeschaut, um zu sehen, woher das kommt“, erzählt der OVZ-Leser am Telefon. Als er im Garten nicht fündig wurde, habe er einen Blick in die Laube gewagt, deren Eingang nur mit einem Vorhang verschlossen war.

„Aus einer Ecke kam dann wieder das Geräusch. Als ich genauer hinschaute, traute ich meinen Augen kaum. Denn dort saß auf einem kleinen Eckregal auf einem Stapel Servietten eine Eule“, berichtete der 68-Jährige. Das Tiere habe es sich dort bequem gemacht und sich auch von seiner Anwesenheit nicht stören lassen. Weil ihm dessen Krallen einigen Respekt abnötigten, habe er das nachtaktive Tier erst einmal in Ruhe gelassen, gesteht er ein.

Der von Kölmel herbeigerufene Dirk Apel, der Förster ist, habe sich das Tier angeschaut und festgestellt: „Das ist eine ausgewachsene Schleiereule.“ Außerdem hatte er Kölmel geraten, den Vogel einfach sitzen zu lassen. Diesem Rat folgte der Schwabe, den es erst vor gut vier Jahren nach Mockern verschlagen hat.

Gegen Mittag kam dann der von ihm ebenfalls alarmierte Falkner und Vogelflüsterer Klaus Schulze, der in Mockern nur 50 Meter von dem Rentner entfernt wohnt. Mit einem gekonnten Griff nahm der den etwa 35 Zentimeter großen Vogel vom Regal auf seine Hand.

Erst dann hatte es Kölmel gewagt, die Eule mit dem hellen herzförmigen Gesicht genauer zu betrachten und sogar anzufassen. „Das Tier hat ein samtweiches Gefieder“, schwärmt er.

Klaus Schulze, den viele Leute durch Vorführungen mit seinen Greifvögeln bei Festen im Altenburger Land kennen, habe nach eingehender Begutachtung des Tieres gemeint, dass es in Ordnung sei. Zur Sicherheit habe er es für einen Tag in einer seiner Volieren untergebracht, gefüttert und dann wieder freigelassen.

Für den Falkner sei das in diesem Jahr bereits die dritte Schleiereule, mit der er es zu tun hatte, erzählt Kölmel, der inzwischen auch weiß, wann sich die Eule in seine Laube eingeschlichen hatte. „Morgens gegen 5 Uhr machten die Vögel draußen einen höllischen Lärm. Um diese Zeit muss die Eule gekommen sein. Doch so früh am Tage habe ich nicht nachgeschaut, was der Grund für den Krach sein könnte. Ich habe einfach das Fenster zu gemacht“, berichtet er.

Von Marlies Neumann

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