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Schlössertage in Altenburg: Fest der höfischen Musik

“Aufgespielt“ Schlössertage in Altenburg: Fest der höfischen Musik

Die Thüringer Schlössertage zu Pfingsten wurden in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt und stehen immer unter einem bestimmten Motto. Nach „Aufgetischt“ und „Aufgeblüht“ wurde in diesem Jahr zu Pfingsten „Aufgespielt“. Hauptereignis in der Residenzstadt Altenburg war natürlich das Wiedererklingen der Trost-Orgel.

Dom der Klänge: Giulia Biagetti aus Lucca (Italien) verzauberte mit ihrem Spiel auf der Trostorgel die Besucher.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Die Thüringer Schlössertage zu Pfingsten wurden in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt und stehen immer unter einem bestimmten Motto. Nach „Aufgetischt“ und „Aufgeblüht“ wurde in diesem Jahr zu Pfingsten „Aufgespielt“, um an vier Tagen die Vielfalt der höfischen Musik erlebbar zu machen. Hauptereignis in der Residenzstadt Altenburg war natürlich das Wiedererklingen der Trost-Orgel in der Schlosskirche nach langem Stummbleiben wegen notwendiger Bauarbeiten.

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Nach fast dreijähriger Bauzeit wurde die mit einem neuem Dach versehene und deswegen für die Öffentlichkeit gesperrte Schlosskirche am Sonnabend wieder eröffnet. Rund 280 Besucher freuten sich auf ein besonderes Klangerlebnis.

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Man muss den hiesigen Programmgestaltern Lob zollen, dass sie neben dem Paradeinstrument in der Schlosskirche die ehemalige Hofgärtnerei am Schlossberg mit in den Blickpunkt des pfingstlichen musikalischen Geschehens rückten. Sie gehört nicht zum staatlichen Schlossareal, wurde privat erworben und in wenigen Jahren zu einem architektonischen und gärtnerischen Kleinod saniert, das in Reichweite zum Teehaus und zur Orangerie voll neben diesen beiden bestehen kann. Als Pension mit Weinkeller und Weinstube als Restaurant und einem gastronomisch nutzbaren Garten ist es günstig und vorteilhaft am Schlosseingang gelegen.

Anberaumt war also ein Kleines Hofkonzert an zwei Tagen, am Pfingstsonnabend und am Pfingstmontag. Für das erste Konzert war die Gruppe BACHalaurus gewonnen worden, wie am Namen erkennbar, aus der Bachstadt Leipzig. Ihr Wirkungsbereich ist das Leipziger Umland. Sie waren zu dritt ins ostthüringische Altenburg gekommen: Libor Kaltofen (Violine), Isabela Arens (Violincello) und Aya Kugele (Klavier) gaben hier ihr Debüt mit einer breit gefächerten Palette ihres musikalischen Angebots. Dabei offerierten sie den zahlreichen Gästen, die an den Tischen am Rande und mitten in den farbenfrohen Rabatten Platz gefunden hatten, ein Programm der gehobenen klassischen Unterhaltungsmusik. Dieser gut gepflegte Garten und eine freundliche gastronomische Betreuung waren ein passender Rahmen dafür.

Mit Mozarts Ouvertüre zu seiner Oper „Figaros Hochzeit“ begann das Konzert, musikalisch ungewohnt von einem Trio dargeboten, aber akzeptabel, weil von exzellenten Musikerinnen und Musikern gespielt. Das bekannte Menuett von Luigi Boccherini, ein Alegretto von Fritz Kreißler, ein Rondino von Beethoven, eine Pavane von Francois Couperin, die Habanera und ein Zwischenspiel aus der Oper „Carmen“ und südamerikanische Walzer und Tangos zeugen von der Vielfalt des Programms. Dieser neue Veranstaltungsort hat seine Premiere gut bestanden und bereichert das schon gute Angebot in dieser Stadt.

Am Montag, dem zweiten Pfingstfeiertag, sollte zur gleichen Zeit ein zweites Hofkonzert mit dem Klarinettenorchester Da Capo der Altenburger Musikschule in Schmölln unter Leitung von Matthias Meischner stattfinden. Ein Programmaufsteller vor dem Veranstaltungsort verkündete lakonisch: „Das Konzert ist abgesagt. Sorry“.

Man kann nur erahnen, dass dies wegen der unsicheren Wettersituation geschah.

Das muss man sehr bedauern, da an diesem Tage viele Pfingsttouristen in der Skat- und Residenzstadt weilten und im Schlossbereich unterwegs waren.

Von Manfred Hainich

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