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Schlossmuseum erhält Finanzspritze für Digitalisierung

6000 Euro Schlossmuseum erhält Finanzspritze für Digitalisierung

Das Engagement der Stifter und Zustifter der Bürgerstiftung Altenburger Land und der Mitglieder des Altenburger Schlossvereins trägt erneut Früchte: Dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg wurde am Mittwoch dieser Woche für sein Digitalisierungsprojekt eine finanzielle Spende in Höhe von 6000 Euro zur Verfügung gestellt, jeweils 3000 Euro kommen von der Stiftung und dem Schlossverein.

Spielzeug aus vergangenen Tagen im Schlossmuseum Altenburg hier Museologin Gabriele Heinicke an einer Puppenstube aus dem Jahr 1880. In Zukunft werden die Bestände digitalisiert erfasst.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Das Engagement der Stifter und Zustifter der Bürgerstiftung Altenburger Land und der Mitglieder des Altenburger Schlossvereins trägt erneut Früchte: Dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg wurde am Mittwoch dieser Woche für sein Digitalisierungsprojekt eine finanzielle Spende in Höhe von 6000 Euro zur Verfügung gestellt, jeweils 3000 Euro kommen von der Stiftung und dem Schlossverein. Gleichzeitig erfolgte die Aussicht beider Partner, das Projekt auch weiterhin finanziell zu unterstützen, heißt es in einer Mitteilung.

Um seinen Objektbestand wissenschaftlich und umfassend dokumentieren zu können, geht der Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg gemeinsam mit der „DigiCult-Verbund eG“, der Projektgruppe Digitalisierung des Museumsverbandes Thüringen, den Weg der Veröffentlichung in bestehenden Onlinedatenbanken.

Im Zuge dieser Arbeit werden die durch „DigiCult“ gesammelten Objektinformationen auf drei weiteren Onlineportalen im Bundesland Thüringen zu finden sein. Dazu gehören: Museen in Thüringen, Museum Digital und Digitales Thüringen. Durch die verwendete Onlinedatenbank wird eine Grundlage geschaffen, um Informationen für die Forschung und eine interessierte Öffentlichkeit bereitstellen zu können.

Mit dem Ziel, die umfangreiche Fotografische Sammlung des Schloss- und Spielkartenmuseums zugänglich zu machen, wurde mit der Deutschen Fotothek der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die es ermöglicht, die Sammlung umfangreich darzustellen. Mit dem Beginn der Aufnahme in die Datenbank der Deutschen Fotothek im Februar dieses Jahres erfolgt gleichzeitig die Veröffentlichung in den Datenbanken der Deutschen Digitalen Bibliothek und der Europeana.

Mit den nun zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln ist es möglich, circa 3000 Glasnegative aus dem Nachlass des Altenburger Fotoateliers Arno Kersten zu digitalisieren und zeitgleich mit den im Schloss- und Spielkartenmuseum erarbeiteten Metadaten zu verknüpfen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die zum Nachlass des Fotografen gehörenden Glasnegative reichen dabei über einen Zeitraum von 1870 bis ungefähr 1950. Die Motive, etwa 10 000 Glasnegative von insgesamt rund 20 000 Glasnegativen konnten bisher gesichtet werden, bilden im Grunde alle Genre eines fotografischen Ateliers ab. Dazu gehören natürlich in überwiegender Anzahl Porträtfotografien, Gruppenaufnahmen zu unterschiedlichen Anlässen, Architekturaufnahmen, Innenaufnahmen von Gebäuden und Wohnungen, Landschaftsaufnahmen, Tieraufnahmen, Ereignisaufnahmen, Produkt-/Objektaufnahmen für Kataloge von Firmen und Museen und letztendlich Aufnahmen aus dem privaten Umfeld der Fotografen.

Die Einzigartigkeit des Nachlasses liegt auch im Bestand seiner überkommenen Atelier-Archivalien. Enthält der Nachlass doch die sehr selten noch vorhandenen Plattenregister der gesamten Atelierzeit beginnend im Jahr 1870. Somit lassen sich die zu tausenden registrierten Porträts namentlich und zeitlich einordnen.

Von ovz

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