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Altenburg Schmölln wird größer – VG Oberes Sprottental soll aufgelöst werden
Region Altenburg Schmölln wird größer – VG Oberes Sprottental soll aufgelöst werden
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14:18 08.09.2018
Eingemeindung ja oder nein – jetzt sollen auch Nöbdenitz und Wildenbörten nach Schmölln. Quelle: ia
Schmölln

Bei der freiwilligen Eingemeindung von Altkirchen, Drogen und Lumpzig durch Schmölln wird es nicht bleiben. Auch Nöbdenitz und Wildenbörten sollen neue Ortsteile werden. Darüber informierte Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) am Donnerstag den Stadtrat. Die Koalitionsfraktionen von Linken, SPD und Grünen im Thüringer Landtag haben einen diesbezüglichen Änderungsantrag zu den Gesetzesplänen zur Gebietsreform eingereicht, sagte der Rathauschef.

VG Oberes Sprottental wird zu klein

Geht dieser durch, wovon auszugehen ist, besitzt die Verwaltungsgemeinschaft Oberes Sprottental zu wenig Einwohner, um weiter zu bestehen. Das bedeute, dass die restlichen sechs Gemeinden, die eigenständig bleiben wollen, von Schmölln als sogenannte erfüllende Gemeinde verwaltet werden, sagte Schrade. Dabei handelt es sich um Löbichau, Vollmershain, Thonhausen, Jonaswalde, Heukewalde und Posterstein.

Das könnten nicht die einzigen Dörfer sein, um die sich die Sprottestadt bald kümmern müsste. Entsprechende Signale kämen auch aus Dobitschen und Mehna, sagte Schrade. Dort würde man sich eher nach Schmölln als zur VG Rositz orientieren. Er habe allerdings darum ersucht, dass diese Signale auch durch ordentliche Erklärungen untermauert werden.

Göllnitz völlig gegen Reform

Dobitschen und Mehna gehören zur VG Altenburger Land, die seit dem beabsichtigten Weggang von Altkichen und Drogen nach Schmölln und von Starkenberg und Göhren in Richtung Rositz ebenso infrage steht. Übrig bliebe nur noch Göllnitz. Bürgermeister Hans-Jürgen Heitsch (FDP) habe hier betont, dass er das Thema Fusion gänzlich ablehne und deshalb keinerlei Aussagen tätige, sagte Schrade.

Sorgen wegen Verwaltungskosten

Unterdessen sorgt man sich in Schmölln, ob man sich die Vielzahl der zu erfüllenden Gemeinden finanziell leisten könne. Es sei immer betont worden, dass Schmölln keine Gemeinden verwaltet, erinnerte Stadtrat Jürgen Keller (BfS) zur Sitzung am Donnerstag. „Jetzt erfahren wir, dass wir sogar eine ganze Reihe verwalten sollen“, sagte er. Keller sorge sich, ob die Verwaltung das stemmen könne.

Allerdings ist im Moment völlig unklar, welche Kosten mit solchen Fremdverwaltungen verbunden sind. Darauf machte Kämmerin Susann Biereigel aufmerksam. Fest stehe nur, dass ein zusätzlicher Aufwand auf jeden Fall entstehen werde.

Von Jens Rosenkranz

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