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Schmöllner Gymnasium in der Helmholtzstraße soll Anbau bekommen

Bildung Schmöllner Gymnasium in der Helmholtzstraße soll Anbau bekommen

In Schmölln soll es künftig nur noch ein Gymnasiumsgebäude geben, und zwar das in der Helmholtzstraße. Das sieht eine Variantenuntersuchung vor, wonach dieses Gebäude einen Erweiterungsbau erhält. Dafür wird der Gebäudeteil in der Schlossstraße in Zukunft als Gymnasium aufgegeben.

Das Gebäude in der Schlossstraße soll in Zukunft als Gymnasium aufgegeben werden.

Quelle: Mario Jahn

Schmölln. Mit einer Bemerkung über die Zukunft des Schmöllner Gymnasiums hatte Michaele Sojka (Linke) im Herbst 2015 eine Welle der Empörung ausgelöst. Dies hatte die Landrätin zwar nicht beabsichtigt, jedoch wollte sie endlich eine Diskussion über beide Schulteile anstoßen, die kilometerweit auseinanderliegen und jeweils etwa nur zur Hälfte ausgelastet sind. Dies verursacht hohe Betriebskosten, und die räumliche Trennung behindert den Unterricht. Außerdem müssen in einem Gebäude dringend Brandschutzauflagen erfüllt werden.

Die von Sojka angestoßene Debatte offenbart nun ein Ergebnis. In Zukunft wird man an der Sprotte nur eines der beiden Gebäude als Gymnasium nutzen. Dafür ist eine Vorentscheidung gefallen.

Ein beauftragtes Architekturbüro ermittelte eine sogenannte Vorzugsvariante. Diese sieht nach OVZ-Informationen vor, dass der Schulteil in der Helmholtzstraße einen Erweiterungsbau bekommt. Im Gegenzug wird das traditionsreiche Gebäude in der Schlossstraße als Gymnasium aufgegeben.

Dieser Vorschlag wird dem Kreistag im Juni zur Entscheidung vorgelegt. Ebenso liegt die Freigabe der Planungskosten zur Beschlussfassung vor.

Die Entscheidung für den Teil in der Helmholtzstraße fiel aus drei wesentlichen Gründen. Ein Anbau dort lässt sich besser bewerkstelligen. Außerdem wurden dort zuletzt mehr als zwei Millionen Euro investiert, 805 000 Euro allein für die Turnhallen-Sanierung. Drittens wären geschätzte Kosten in Höhe von rund 750 000 Euro allein für dringend benötigte Brandschutzmaßnahmen in der Schlossstraße nötig, dieses Geld käme zum dortigen Anbau noch hinzu.

Ringt sich der Kreistag im nächsten Monat zu einer Entscheidung durch, tatsächlich ein Gebäude aufzugeben, ist der folgende Zeitplan denkbar: Nach Beantragung und Bewilligung von Fördermittel durch den Freistaat würde der Erweiterungsbau frühestens 2018 begonnen werden. Angestrebt wird, dass die Stadt Schmölln Gelder aus der Städtebauförderung beantragt, obwohl sie selbst kein Schulträger ist, aber den klammen Kreis auf diese Weise unterstützt.

Der Kreistag hat der Standortzusammenlegung und dem Erweiterungsbau in seiner letzten Sitzung mit einem mehrheitlich gefassten Beschluss höchste Priorität bei Schulen des Kreises eingeräumt. Dadurch kann das Landratsamt nun Gelder aus dem Schulbau-Fördertopf des Landes beantragen. Zwei Drittel der Kosten könnten dadurch bezuschusst werden.

Der Gebäudeteil in der Schlossstraße soll in Zukunft anderweitig genutzt, womöglich einer Schmöllner Wohnungsgesellschaft übertragen werden. Fest steht dies noch nicht.

Von Jens Rosenkranz

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