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Schmöllner Schüler sollen nach Altenburg

Schmöllner Schüler sollen nach Altenburg

Geht es nach Michaele Sojka (Die Linke), lernen Schmöllner Gymnasiasten künftig auch in Altenburg. Ihr Plan sei, einige Kurse der 11. und 12. Klasse vom Roman-Herzog-Gymnasium vor allem ans Lerchenberggymnasium zu verlagern, sagte die Landrätin am Rande der Büro-Eröffnung ihrer Partei am Freitag in Altenburg.

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Das Lerchenberggymnasium in Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Denkbar sei zudem, dass es in der Knopfstadt gar keine gymnasiale Oberstufe mehr gebe. "Das müssen aber die Schülerzahlen zeigen."

Die neuen Überlegungen zur Schulnetzplanung, die bereits mit Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD) andiskutiert seien und auf einem Konzept der Schulleitung des Herzog-Gymnasiums fußen, begründete sie mit Verweis auf die hohen Sanierungskosten für den kreiseigenen Altbau in der Schlossstraße sowie mit stetig sinkenden Schülerzahlen. "Im Gegenzug werden die Bedingungen bis zur 10. Klasse in Schmölln besser als bisher." So solle etwa der verbleibende Standort in der Helmholtzstraße behindertengerecht ausgebaut werden.

Auch für die Meuselwitzer Gymnasiasten sieht Sojka offenbar mittelfristig die Zukunft an den beiden staatlichen Bildungseinrichtungen in Altenburg. "Grundzentren wie Meuselwitz brauchen eigentlich kein Gymnasium", so die Landrätin weiter.

Im Anschluss zelebrierten die Linken ihr neues Büro in der Moritzstraße 4 (Eingang Topfmarkt) mit zahlreichen Gästen aus Politik, Sport, Wirtschaft und Kultur. Dort befindet sich bereits seit Sommerbeginn auf rund 100 Quadratmatern sowohl die Anlaufstelle des Bundestagsabgeordneten Frank Tempel als auch die des Kreis- und Stadtverbandes der Partei. Laut Tempel sind in den zwei Zimmern mit offener Küche und separatem Bad auch Bürgersprechstunden für Birgit Klaubert geplant. Die Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport gab ihr einstiges Landtagsabgeordneten-Büro in der Marktgasse von Gesetzes wegen zum 1. April auf. Zuvor hatte sich der Kreisverband der Linken bereits von seinem Büro in der Moritzstraße 8 aus finanziellen Gründen verabschiedet.

Während die Linken noch feierten, verbreitete sich die Kunde von Sojkas Schulplänen wie ein Lauffeuer. So reagierte etwa der Altenburger Stadtrat Detlef Zschiegner mit großem Unverständnis. "Frau Sojka hat offensichtlich noch nicht begriffen, wie wichtig gute Bildung als wichtigster und wertvollster Rohstoff Deutschlands ist", so der FDP-Politiker. "Das Altenburger Land steht bei den meisten Rankings bundesweit auf einem der letzten Plätze. Ein weiterer Kahlschlag wäre ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Als Stadtratsmitglied freue ich mich zwar über jede Stärkung des Altenburger Schulstandortes - aber bitte nicht zulasten der Kinder aus dem übrigen Landkreis!"

Thomas Haegeler

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