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Schmuckstücke aus der Geschichte

Schmuckstücke aus der Geschichte

"Europa erinnert sich der Ereignisse des Jahres 1813 - wir auch", wirbt das Schloss- und Spielkartenmuseum für die Ausstellungen anlässlich 200 Jahre Völkerschlacht.

Altenburg.

Und wählt für seine erste Schau zu diesem Thema einen besonderen Blickwinkel: "Orden, Ehrenzeichen und Medaillen um die Ereignisse der Befreiungskriege 1813-1815" sind bis 20. Oktober zu sehen.

 

"Das Jahr 1813 ist nicht nur wegen der Erfindung des Skatspiels bedeutend für die Altenburger. Die Präsentation ist ein Teil unseres Beitrages zum Gedenken an die Ereignisse von 1813", erklärte Museumsleiterin Uta Künzl gleich zu Beginn der Vernissage am Wochenende. Denn während der Zeit der Völkerschlacht war Altenburg Durchzugs- und Lazarettstadt.

 

Und im Altenburger Land wurden selbst Kriegsgedenkmünzen vergeben. Diese aus dem Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg, dessen Zweitresidenz Altenburg war, 1814/1815 gestifteten Auszeichnungen wurden Offizieren verliehen. Sie sind nur ein Teil der Münzen, Orden und Medaillen, welche die neue Schau zeigt. Bilder und Büsten, Verleihungsdokumente und eine Literaturauswahl komplettieren die Ausstellung der Ehrenzeichen, die fast ausschließlich von privaten Sammlern stammen.

 

Denn bei ihnen lagern einige Schätze, die nun zu sehen sind. So ist eines der wertvollsten und seltensten Ausstellungsstücke eine goldene Militärverdienstmedaille von 1812, die ausschließlich Offizieren für ihre "herausragende Tapferkeit vor dem Feind" verliehen wurde. "Sie ist sehr beeindruckend", sagte Barbara Grumpelt, die als eine der wenigen Frauen zur Eröffnung gekommen war. "Die aufgeführten Erklärungen und Hinweise sind sehr hilfreich ", erklärte die Altenburgerin, die zwar kein spezielles Faible für Orden hat, aber sich gern mit Geschichte beschäftigt. "Es ist zwar ein spezielles Thema, aber durchaus interessant."

 

Ein Schlaglicht wirft die Schau auch das Eiserne Kreuz, das in verschiedenen Ausführungen gezeigt wird. Es wurde vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. am 10. März 1813 für den Verlauf der Befreiungskriege gestiftet. Es war die erste Auszeichnung, für deren Verleihung weder Stand, Herkunft oder militärischer Rang von Bedeutung war. Zwar gab es auch im Vorfeld Mannschaftsauszeichnungen, aber erst mit dieser Ehrung wurde es auch dem einzelnen Soldaten zugänglich gemacht. Das Kreuz bestand aus einfachem, mit Silber eingefasstem Gusseisen und hatte Symbolcharakter, wie Besucher der Schau erfahren. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Orden wurde beim Eisernen Kreuz bewusst auf wertvolle Materialien verzichtet. Die Auszeichnung sollte die Pflichterfüllung und Zurückhaltung eines preußischen Soldaten belohnen.

 

Die Ausstellungseröffnung war eingebettet in das 16. Phaleristik-Symposium der Deutschen Gesellschaft für Ordenskunde, bei dem sich rund 50 Teilnehmer mit dem Sammeln und Bewahren der Schmuckstücke, neuesten Forschungsergebnissen und den geschichtlichen Grundlagen der Ordenskunde auseinandergesetzt haben. Und natürlich bei der Sammlerbörse am Sonntag auch die Gelegenheit hatten, den einen oder anderen Orden zu kaufen oder zu tauschen.

 

So wie Sven Hauspurg, der bei der zweiten Ausgabe der Sammlerbörse gleich fündig wurde. "Eine Feuerwehrdienstauszeichnung habe ich erstanden", sagte der Blankenhainer, der extra wegen des Symposiums angereist war und die Veranstaltung nur loben konnte: "Die Fachvorträge waren sehr interessant und gut besucht. Der Ablauf und die Organisation einfach super." Und auch die Ausstellung sei für Geschichtsinteressierte fast ein Muss und nicht nur für Spezialisten und Liebhaber eindrucksvoll. Mit der Sammlerbörse, die in der Orangerie stattfand, war der 45-Jährige ebenfalls voll zufrieden. Selbst wenn diese mit zwölf Händlern eher zu den kleineren Veranstaltungen in der Liebhaberwelt gehört. "Es ist klein, aber speziell und fein."

 

Dem konnte Peter Reichard aus Meißen, der selbst einen Stand hatte, nur zustimmen. "Der Raum könnte aber etwas größer sein", merkte er an. Die Auswahl war dafür vielfältig: Neben Orden und Medaillen wurden hier auch Bücher und Literatur für die Ordenskundler angeboten. Rund 100 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich umzuschauen.

Hochhaus, Jeniffer

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