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Altenburg "Schnauderpower" im Rafting-Finale
Region Altenburg "Schnauderpower" im Rafting-Finale
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00:26 06.06.2015
Die Meuselwitzer Gymnasiasten meistern den Vorausscheid und stehen nun im Finale des Schüler-Raftings.
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Meuselwitz

Die Schüler des Meuselwitzer Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasiums erhielten dann nicht nur einen der limitierten Startplätze, sondern zogen beim Vorausscheid promt ins Finale ein. Damit gehört die Mannschaft nun zu den zwölf besten von insgesamt 60 Teams aus Mitteldeutschland. Am 9. Juni werden die Schüler im Kanupark Markkleeberg um den Siegerpokal kämpfen.

"Bei Gesprächen mit Kollegen bin ich eher zufällig auf den Wettbewerb aufmerksam geworden", erzählt der Sportlehrer. Das sei eine tolle Sache, weil so wenigstens einige Schüler eine neue beziehungsweise selten ausgeübte Sportart ausprobieren können. Voraussetzung für die Teilnahme war eine siebenköpfige Mannschaft mit Schülern aus achten und neunten Klassen, in der auch drei Mädchen sind. Auf den Aushang in der Schule, wer gern ins Raftingteam möchte, hätte sich zwar keiner gemeldet. Er sei dann aber direkt auf Schüler zugegangen, die er für geeignet hielt, erzählt Müller. "Sie müssen teamfähig sein und sich durchbeißen können." Schließlich könne keiner aussteigen, wenn das Boot auf dem Wasser ist, egal ob Kraft und Puste ausgehen. "Die Schüler müssen da bereit sein, einmal an ihre körperlichen Grenzen zu gehen." Für den Pädagogen alles Aspekte, die Rafting, also das Fahren mit einem Schlauchboot über Stromschnellen, auszeichnen.

Ihre Feuer- beziehungsweise Wassertaufe hatte das Team "Schnauderpower" am 7. Mai im Kanupark Markkleeberg beim Vorausscheid fürs Finale. Das zeitschnellste Team auf der 250 Meter langen Strecke qualifizierte sich automatisch für das Finale. "Da hieß es 80 Sekunden lang volle Konzentration und volle Power", berichtet Sportlehrer Müller. Immerhin erzeugen drei Turbinen mit 10 000 Liter Wasser pro Minute im Kanal tosende Stromschnellen. Der zweite Finalist wurde schließlich in einem K.o.-Rennen Mannschaft gegen Mannschaft ermittelt. Den Head-to-Head-Lauf entschieden die Meuselwitzer für sich. "Der Clou dabei war, dass die Ergebnisse des Zeitrennens erst am Schluss bekannt gegeben wurden und so vor dem Ausscheidungslauf keiner wusste, ob er bereits qualifiziert ist", erinnert sich Müller. Umso größer war dann die Überraschung, als die Zeitwertung bekannt gegeben wurde. Auch dort stand Meuselwitz ganz vorn.

"Die Schüler sind praktisch unvorbereitet nach Markkleeberg gefahren. Keiner hat Erfahrungen im Wassersport oder ist im Ruderverein. Trainiert haben wir auch nicht wirklich vorher." Der Einzug ins Finale ist für Sportlehrer Sven Müller mehr, als er bei der ersten Teilnahme erwartet hätte. "Natürlich werde ich versuchen, nun jedes Jahr eine Mannschaft anzumelden", sagt er und hofft jetzt erst einmal auf eine gute Platzierung im Endlauf.

Neben der Mannschaft des Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasiums haben aus dem Landkreis Altenburger Land noch Teams aus der Regelschule Dobitschen und des Förderzentrums "Erich Kästner" Altenburg teilgenommen. Sie konnten sich jedoch nicht für das Finale qualifizieren. In ihrer Staffel setzte sich die 9. Klasse der Klinik- und Krankenhausschule Leipzig und die Oberschule Markkleeberg durch.

In Staffel drei qualifizierte sich neben Meuselwitz die Mannschaft der Oberschule Markranstädt. Außerdem werden Teams aus Halle, Leipzig, Mockrehna, Elsteraue und Zeitz im Finale um den Sieg paddeln. Den Gewinnern winken neben dem Pokal noch kleine Preise wie eine Sporttasche, informiert Mitgas. Das Unternehmen ist der größter regionale Gasversorger in Ostdeutschland. Die beiden größten Gesellschafter sind die Envia und die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft. Seit 2009 veranstaltet die Mitgas die Sportveranstaltung, bei der Schul-Teams im Wildwasser-Rafting gegeneinander antreten.

Jörg Reuter

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