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Schnee lässt Bäume stürzen und Autos rutschen

Schnee lässt Bäume stürzen und Autos rutschen

Durch umgestürzte Bäume und Äste, die auf Leitungen fielen, ist am Sonnabend in vielen Gemeinden des Altenburger Landes der Strom ausgefallen.

Altenburg.

 

Strom fällt in vielen Gemeinden aus

Wie die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom gestern mitteilte, waren folgende Gemeinden zeitweise betroffen: Kleintauschwitz, Kürbitz, Romschütz, Schlöpitz, Gleina, Breesen, Sommeritz, Schmölln, Burkersdorf, Schwanditz, Göhren, Altendorf, Jauern, Göldschen, Kosma, Kratschütz, Jonaswalde, Beerwalde, Vollmershain, Heukewalde, Selka, Weißbach, Brandrübel, Wettelswalde, Posterstein, Stolzenberg, Nischwitz, Rositz, Nöbdenitz, Engertsdorf, Jückelberg, Wolperndorf, Gösdorf, Tautenhain, Pfarrsdorf, Gößnitz, Buscha, Garbisdorf, Langenleuba-Niederhain, Runsdorf, Ziegelheim, Niederarnsdorf, Beiern, Naundorf, Göpfersdorf, Zumroda, Flemmingen und Uhlmannsdorf.

In den späten Abendstunden war die Stromversorgung in allen Gemeinden wiederhergestellt. In Schmölln wurde dafür eine Netzersatzanlage eingesetzt. Die Reparaturarbeiten dauerten gestern noch an.

 

 

 

 

 

 

Zum schwersten Unfall mussten die Polizisten am späten Samstagnachmittag ausrücken: Offenbar wegen unangepasster Geschwindigkeit und der vorherrschenden Straßenglätte war gegen 18.45 Uhr auf der Bundesstraße 180 zwischen Meuselwitz und Kriebitzsch ein 34-jähriger BMW-Fahrer von der Fahrbahn abgekommen. Der Wagen kollidierte mit zwei Bäumen, überschlug sich mehrfach und blieb auf dem Dach liegen. Sowohl der Fahrer als auch die 31-jährige Beifahrerin kamen schwerverletzt ins Krankenhaus.

"Ansonsten gab es witterungsbedingt glücklicherweise nur Blechschäden", konstatierte Schichtleiterin Anja Ziegler von der hiesigen Polizei gestern. Zudem seien etliche Autos in Straßengräben gerutscht, deren Fahrer brauchten aber nicht die Hilfe der Polizei.

Genug zu tun hatten die Polizisten wegen des tückischen Schnees trotzdem: "Im gesamten Landkreis knickten Äste oder ganze Bäume wegen der Schneelast ab und fielen auf Straßen", schilderte Ziegler. Zahlreiche Haupt- und Nebenstraßen im Altenburger Stadtgebiet und Landkreis waren betroffen. "Es musste beispielsweise die Zwickauer Straße ab Einfahrt Klinikum stadtauswärts am Sonnabend von 10 bis 19 Uhr wegen kritischer Bäume voll gesperrt werden", erklärte die Beamtin. Die Straße war bis gestern nur halbseitig befahrbar.

Zeitweise ganz dicht waren auch die B 180 von Rositz nach Kriebitzsch und die Altenburger Straße in Altkirchen wegen herabhängender Stromleitungen. Noch am Sonntag voll gesperrt blieben dazu die Straßen von Klausa nach Altmörbitz, von Selka nach Schönhaide und von Brandrübel nach Heiersdorf.

Um aufzuräumen, Bäume zu beseitigen und kritische Stromleitungen zu entschärfen, waren die Feuerwehren des Landkreises den ganzen Tag im Einsatz. Beispielsweise in Rositz, wo eine ganze Weidekrone auf die B 180 zu stürzen drohte. "Wir mussten die Drehleiter anfordern, um die Gefahr zu beseitigen", sagte Ortsbrandmeister Stefan Kirchner.

In Lucka waren es sogar mehrere Bäume, die die Straße von Prößdorf nach Groitzsch am Samstagmorgen gegen 8 Uhr unpassierbar machten. "Auf anderthalb Kilometern Straßenlänge waren hier Bäume umgestürzt oder Äste abgerissen", schilderte Stadtbrandmeister Svend Kunze. Bis zum Mittag hätten die Feuerwehrleute allein hier zu tun gehabt. "So eine Wetterlage gibt es sicher immer mal wieder. Aber in dieser Stärke habe ich dies noch nicht erlebt", meinte Kunze mit Blick auf die sich kreisweit häufenden Einsätze.

Das konnte Kreisbrandinspektor Uwe Engert nur bestätigen: Allein von der Rettungsleitstelle Gera wurden an Wehren des Altenburger Landes 43 Einsätze vermittelt. "Was die Feuerwehren dann bei den Kontrollfahrten in ihrem Bereich noch zusätzlich feststellten, dürfte um ein Vielfaches höher liegen", schätzte der Experte. Zu 95 Prozent sei man wegen Bäumen oder Ästen auf Straßen, Gebäuden sowie Strom- oder Telefonkabeln im Einsatz gewesen."Glücklicherweise wurde niemand durch herabstürzende Baumteile verletzt", sagte Engert. In diesen Ausmaßen habe es so ein extremes Ereignis seit 30 bis 40 Jahren nicht mehr gegeben.

Sonntag schien die Situation wieder entspannter. Ob die Gefahren aber alle gebannt sind, konnte niemand sagen. "Beim Betreten von Wäldern oder bei dem Spaziergang unter Bäumen sollte äußerste Vorsicht gelten", warnte deshalb Polizistin Anja Ziegler.

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