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Altenburg Schneeflöckchen, tanze
Region Altenburg Schneeflöckchen, tanze
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18:59 09.12.2013

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Von Manfred Hainich

"Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht der Weihnachtsmann vor der Tür." Diese Zeilen waren zur Tanzgala im Saal des Kulturhofes Kosma diesmal nicht so häufig zu hören, wie in den Jahren zuvor, wenn der Weihnachtsmann für Geschenke von den Tänzerinnen und Tänzern eine textliche oder gesangliche Gegenleistung forderte. Nein, die meisten hatten sich gut mit verschiedenen Gedichten vorbereitet, ebenso wie auf die tänzerischen Auftritte. Und das sehr zur Freude des fleißigen Weihnachtsmannes und seiner personifizierten Schneeflocke Birgit Schaller. Das Kostüm der Moderatorin war ein wahrlich prachtvolles weißes Gewand, bei dem der Kopfschmuck noch herausstach und damit für den Knüller der gesamten Veranstaltung sorgte. Dies wäre - verbunden mit einer flotten und reaktionssicheren Moderation - sehr wirkungsvoll gewesen. Allerdings war wegen einer schlecht ausbalancierten Übertragungstechnik der Ton schlecht zu verstehen. Das war schade, hatte allerdings keinen Einfluss auf die Qualität der 18 Auftritte von Tanzgruppen der unterschiedlichsten Art.

Wenn über die Tanzschule Schaller in den Medien berichtet wird, dann fehlt auf keinen Fall die Erwähnung ihrer Geschichte als Deutschlands ältestes Tanzinstitut. Nicht immer wird dabei aber darauf hingewiesen, dass momentan alle Tanzformen, die möglich sind, erlernt werden können, dass es die mitgliederstärkste Tanzeinrichtung in Thüringen ist und dass mit dem Formationstanz in Latein und bei den Standards die Altenburger in Mitteldeutschland führend sind. Die Teilnahme und Platzierungen der Lateinformation an Turnieren in Wien und im englischen Blackpool beweisen dies.

Das alles war in der Jahres-Gala zu erleben. Da waren die Kleinsten, die Dreijährigen, als "Hofgesellschaft" zu sehen. Sie huldigten als König und Knappe bei einem Menuett den "holden Damen", übten dabei erste Tanzschritte, Knicks und Verbeugung und erschienen später in ganz anderer Kleidung beim "Piratentanz" oder beim "Kameltanz". Wobei die Zuschauer erfuhren, dass das Kamel gern Cha-Cha-Cha tanzt. Ein Ausschnitt aus Tschaikowskis Nussknackerballett fehle auch nicht. Dabei traten meist zahlenmäßig große Gruppen auf, angeleitet von Therese Schaller, die die nötige Geduld für das kleine Gewusel mitbringt.

Die etwas Älteren präsentierten sich als Nachwuchstanzpaare, wobei die Jungen ihre Tanzpartnerinnen und sich selbst vorstellten. Hier beginnt der Verantwortungsbereich von Henriette Schaller. Neu ist auch die Ausbildung in Hip-Hop-Discodance in einer jüngeren und älteren Gruppe, was für viele der Besucher neu war. Ebenso wie der Unterricht für junge Ballettösen durch Birgit Schaller, die in zwei Gruppen ihre ersten Auftritte hatten.

Einer der Höhepunkte wurde der Auftritt der Turniertanzpaare, die bei den Thüringenmeisterschaften in diesem Jahr Titel und Platzierungen holten.

Die Leistungen der beiden Latein-Teams sind bekannt. Sie begeisterten das Publikum ebenso wie die beiden anderen, die nicht so oft in der Öffentlichkeit stehen: das Standard-Team, das sich im Vergleich zum Vorjahr enorm verbessert hat, und das Rock'n'Roll-Team, das auf dem Weg zur Perfektion ist. Sie alle schafften einen fulminanten Abschluss dieser Gala, die jährlich zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt wird.

Manfred Hainich

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