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Altenburg Schnelles Internet für Treben, Serbitz und Haselbach
Region Altenburg Schnelles Internet für Treben, Serbitz und Haselbach
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05:06 10.07.2018
Schnelles Internet im Norden der Pleißenaue: Die Bürgermeister Eckhard Gilge und Klaus Hermann sowie Inexio-Mitarbeiter Enrico Hesse geben den Startschuss. Quelle: Bastian Fischer
Treben

Videokonferenz mit der Familie oder einfach entspannt von der Couch einen Film streamen: Das wird in großen Teilen der Pleißenaue nun deutlich einfacher. Nachdem bereits vor zwei Monaten in Serbitz und Treben neues, schnelles Internet freigeschaltet wurde, ist seit Montagnachmittag auch Haselbach ans Glasfasernetz angeschlossen. Im Zuge eines Festakts im Trebener Rittergut konnten die Beteiligten den Abschluss des Projekts verkünden.

Sechs Kilometer Glasfaser

Knappe zwei Jahre, so bilanzierte Enrico Hesse, Vertriebsmitarbeiter bei der Inexio GmbH, seien seit der Anmeldung des Vorhabens bis zur Inbetriebnahme der verlegten Leitungen vergangen. Insgesamt 450 000 Euro habe sein Unternehmen für die Arbeiten investiert, so Hesse. „Wir erreichen nun rund 400 Adressen und damit etwa 1500 Menschen“, rechnete er den anwesenden Gästen in der Mälzerei vor.

In allen drei Orten werden nun per insgesamt sechs Kilometer Glasfaserkabel die verfügbaren Verteilerkästen angesteuert. Von dort aus findet das Signal über die bereits im Boden liegenden Kupferkabel den Weg zum jeweiligen Nutzer. Gut drei Viertel der künftigen Kunden, so Hesse, können dank Vectoring-Technik künftig mit 50 bis 100 Mbit pro Sekunde surfen. Den restlichen Anliegern stehen noch rund 30 Mbit zur Verfügung. „Mit diesen Geschwindigkeiten“, glaubt er, „können wir mit der Leipziger Innenstadt mithalten.“

„Nutzen für alle Bewohner“

Vor allem Trebens Bürgermeister Klaus Hermann zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem Abschluss des Projekts. „Der Ausbau war absolut notwendig, wir haben lange dafür gekämpft“, betonte das Gemeindeoberhaupt auch mit Blick auf einen ersten Anlauf im Jahr 2012, der damals von der Thüringer Aufbaubank abgelehnt worden war. Zufriedenheit war auch bei Hermanns Haselbacher Amtskollegen Eckhard Gilge zu vernehmen. Nicht nur seien die nötigen Bauarbeiten angenehm zügig und stressarm verlaufen. „Dieses Projekt bringt Nutzen für alle Bewohner“, war er sich zudem sicher. Nun hänge es davon ab, wie die Anwohner auf das neue Angebot ansprächen.

Trebanz und Primmelwitz noch außen vor

Nicht profitieren werden von der Umstellung indes vorerst die Einwohner in Trebanz und Primmelwitz. Da eine Leitungsverlegung in diese Orte zu aufwendig wäre und zudem die nötige Infrastruktur nicht gegeben sei, erfolge der Ausbau hier voraussichtlich über ein Programm des Landkreises, so Hermann.

Um über Möglichkeiten der Umstellung zu informieren, ist am Dienstag, den 28. August, von 16 bis 19 Uhr ein Beratungstermin in der VG-Verwaltung in Treben angesetzt. Alternativ können Anwohner die verfügbaren Angebote auch unter www.myquix.de einsehen.

Von Bastian Fischer

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