Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Schöffen gesucht für Amtsgericht Altenburg
Region Altenburg Schöffen gesucht für Amtsgericht Altenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:35 06.02.2018
Die jetzt gesuchten Schöffen werden ab Januar 2019 ehrenamtlich unter anderem am Amtsgericht Altenburg tätig sein. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

2018 ist das Jahr der Schöffenwahlen für die Amtszeit von 2019 bis 2023. Die ehrenamtlichen Richter werden zum Beispiel am Amtsgericht Altenburg oder am Landgericht Gera eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, Beweise würdigen. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht? Was lässt sich aus den Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten? Die Schöffen urteilen mit ihrer Lebenserfahrung, die sie aus ihrem Beruf oder ihrem gesellschaftlichem Engagement ziehen. Ehrenamtliche Richter in Jugendstrafsachen sollten zudem in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen, teilt die Stadtverwaltung Altenburg mit.

In allen größeren Gemeinden werden derzeit Schöffen gesucht. Entsprechend ihrer Einwohnerzahl sollen sie einen bestimmten Anteil der insgesamt an den Amts- und Landgerichten erforderlichen Schöffen stellen. Allein in der Stadt Altenburg 24 Frauen und Männer benötigt, die am Amtsgericht Altenburg und Landgericht Gera als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Die Gemeindevertretung schlägt doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Gesucht werden in Altenburg Bewerberinnen und Bewerber, die in der Skatstadt wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sind. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist ausgeschlossen. Auch Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Das verantwortungsvolle Amt der ehrenamtlichen Richter, die den hauptamtlichen Richtern zur Seite sitzen, verlange in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Urteilsfähigkeit, aber auch geistige Beweglichkeit, teilt die Stadt Altenburg mit. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art seien für das Amt nicht erforderlich, sehr wohl aber die Bereitschaft, Zeit zu investieren, um sich über Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – egal ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer damit nicht umgehen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

Interessenten für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) können sich bis 28.März bewerben: bei der Stadtverwaltung Altenburg, Referat Recht, Markt 1, 04600 Altenburg, Tel.: 03447 594391. Ein Formular für die Bewerbung kann unter www.altenburg.eu heruntergeladen werden.

Von OVZ

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Knapp einen Monat vorm Finale des Ostthüringer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ im Rositzer Kulturhaus stehen die Bewerber-Projekte fest: Insgesamt 52 Arbeiten von 107 Teilnehmern stehen am Start im Ringen um Siegtrophäen. Die Palette der Forschungen reicht von Gänseblümchen bis Bitcoins.

06.02.2018

Das Landesverwaltungsamt in Weimar lehnte im Herbst vergangenen Jahres die Wiederinbetriebnahme des Heizkraftwerks Meuselwitz-Lucka ab. Dagegen zog die Eigentümerin der Anlage vors Verwaltungsgericht. Doch die Sache hat sich jetzt erledigt.

09.02.2018

Im Prozess wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Vergewaltigung ist ein 20-jähriger Altenburger am Montag vor dem Landgericht Gera zu einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden. Die zweite Strafkammer setzte die Strafe zur Bewährung aus und erließ dem Angeklagten auch einen Großteil der Prozesskosten.

08.02.2018
Anzeige