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Altenburg Schüler entdecken Ehrenamt
Region Altenburg Schüler entdecken Ehrenamt
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00:25 07.06.2015
Robby Selke (links), Sandro Spittler und Melissa Kastner vom Lerchenberggymnasium durften beim gestrigen Schülerfreiwilligentag die Feuerlöscher der Altenburger Berufsfeuerwehr ausprobieren. Quelle: lox
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Zum sechsten Mal beteiligte sich das Altenburger Land an der Aktion. Rund 170 Jugendliche bekamen gestern Einblick in die Vielfalt ehrenamtlicher Arbeit in der Region. "Die Palette ist, wie auch die ehrenamtlichen Tätigkeiten, breit gemischt", erklärte Landratsamt-Mitarbeiter Jörg Seifert. Schüler des Lerchenberggymnasiums, des Friedrichgymnasiums, der Dietrich-Bonhoeffer Schule Altenburg, des Roman-Herzoggymnasiums Schmölln sowie der Staatlichen Regelschulen aus Nöbdenitz und Dobitschen steuerten 42 verschiedene Einrichtungen an. Vom Botanischen Erlebnisgarten Altenburg bis zum Papiermuseum Fockendorf war Vielfalt vertreten. Neu öffneten sich unter anderem das DRK-Seniorenpflegeheim Albert Schweitzer, die Altenburger Bauernhöfe sowie die Fischzucht Hesselbarth für den Freiwilligentag.

"Viele Schüler wissen gar nicht, was sich hinter manchen Firmennamen verbirgt", so Seifert. Zum Beispiel könne nicht jeder auf Anhieb erklären, was Tätigkeiten der "Ostthüringer Neuen Arbeit" sind, einer Tafel für Bedürftige.

In der Welt des Fernsehens retten Feuerwehrmänner stets verletzte Menschen aus explodierenden Gebäuden oder bei hoch gefährlichen Verkehrsunfällen aus Autos. Doch wie sieht es in der Realität aus? Die Brandmeisteranwärter Jens Schuseil (35), Christian Schäfer (29) und Michél Zirm (22) nahmen sich gestern die Zeit, den Lerchenbergschülern die Seiten ihres vielschichtigen Jobs näher zu bringen. "Sie alle drei bringen einen großen Erfahrungsschatz aus ihrer Zeit bei der Freiwilligen Feuerwehr mit", erklärte Susann Seifert, Sachbearbeiterin der Feuerwehrverwaltung Altenburg. Gerade weil die Brandmeisteranwärter so jung seien, könnten sie viel besser zu den Schülern durchdringen, findet die Rositzerin.

Rund um die Uhr müssen die Feuerwehrmänner einsatzbereit sein - selbst beim Schlafen in den Zimmern auf der Wache, wo Lautsprecher angebracht sind. "Mitten in der Nacht kann der Alarm jederzeit schellen", erzählte Enrico Baumann, der schon seit 16 Jahren bei der Altenburger Feuerwehr arbeitet. Einmal hat er eine Frau im Winter bei Minusgraden aus dem Teich am Steinbruch gerettet. Drei Minuten hat die Rettungsaktion im Wasser gedauert. An ein Seil gegurtet, schwamm Baumann durch das Eis zu der Frau, die am Ertrinken war. Um dafür fit zu sein, trainieren die Männer täglich zwei Stunden in der "Muskelschmiede", einem Fitnessraum mit zig Hanteln und Laufbändern.

Wie schwer die Einsatzkräfte heben müssen, erfuhr Melissa Kastner. Die 13-Jährige trug einen Ganzkörperschutzanzug und hob einen 30 Kilogramm schweren Scherenschneider. Obwohl es oben sehr wacklig war, traute sich Robby Selke auf die Feuerleiter. "Ich fand es schön, so viel von der Technik zu sehen", so der 13-Jährige, der später einmal Feuerwehrmann werden möchte.

Melanie Steitz

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