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Schüler erzählen von der Heimat und schweben über den Wolken

Schüler erzählen von der Heimat und schweben über den Wolken

Mal, ist also weder ein Jubiläum noch im künstlerischen Sinn historisch. Und dennoch: Allein die Tatsache, dass sich die Gala "Jugend rezitiert und musiziert" nach 17 Jahren noch nicht totgelaufen hat und ganz im Gegenteil an Ausstrahlung gewinnt, ist bemerkenswert.

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Ronja Meinhardt trägt einen selbstverfassten Text zum Thema Heimat vor.

Quelle: Mario Jahn

Sie läuft bereits zum 17. So erfreute sich die Gala mit literarischen und musikalischen Beiträgen von Schülerinnen und Schülern am Sonntagnachmittag im Großen Haus des Landestheaters eines Zuspruchs wie schon Jahre nicht mehr.

 

Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, da die Qualität der Beiträge in der Vergangenheit nicht immer zu überzeugen vermochte. Umso erfreulicher, dass das MDR-Fernsehen dieses Mal einen ganzen Vormittag das rezitatorische Geschehen des Wettbewerbs im Heizhaus verfolgte und am Nachmittag einen eigenen Beitrag sendete.

 

Das Lob, das der Schirmherr des Projektes, Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), dem Altenburger Theaterverein in seiner Begrüßungsrede zollte, war gerechtfertigt, ebenso die positive Einschätzung der Landrätin Michaela Sojka (Linke). Die Leistungen aller Beteiligten waren beachtlich, im besonderen auch die des musikalischen Teils, getragen von der Musikschule Altenburger Land. Bis auf eine Ausnahme waren alle Beiträge Instrumentalstücke. Die musikalisch überzeugendste Leistung brachte die Blockflötistin Clara Starzetz mit dem Largo und dem Vivace aus der Sonate II von Georg Friedrich Händel. Sie bestach nicht nur mit ihrem technisch exzellenten Spiel, sondern auch mit einer reifen inhaltlichen Gestaltung dieser Barockmusik. Die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb ist Anerkennung ihrer außergewöhnlichen musikalischen Leistung, die sie auch so en passant als Rezitatorin von Goethes "Prometheus" bewies. Die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb ist immer Beweis für höchstes musikalisches Vermögen. Diesen erreichten auch Isabell und Felix Schirmer mit ihren Akkordeons. Überzeugend ebenso die Gitarristen Samuel Greger und Moritz Ulbricht, die bereits Preise beim Landeswettbewerb erhielten.

 

Bei den Rezitatoren war zu erleben, wie vielfältig die Themen "Heimat" (Klassen 5-8) und "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" (Klassen 9-12) von den Schülerinnen und Schülern genutzt wurden. Das reichte von direkten Titeln "Heimat" und "Zuhause" am Beispiel eines Pinguins bis zur Satire "Neulich im Bioladen" und den Tagebucheintragungen nach Gerhard Schöne in den Klassen 5 bis 8. Bei den Älteren reichte die thematische Bandbreite von "Der Traum vom Fliegen" mit einem überraschen Schluss, gut und mit viel Freude vorgetragen von Nico Freyer vom Förderzentrum Erich Kästner, über dessen "Modernes Märchen" und Brechts "Die Liebenden" und "Der Choral vom großen Baal", durch Albrecht Dorsch zu einem der Höhepunkte der Gala gestaltet, bis zu Schillers Gedicht "Sehnsucht" - berührend vorgetragen von Richard Pohle.

 

Emine Ekim gab einen eigenen Beitrag über die aktuelle Flüchtlingssituation, und Karoline Meier wartete mit einem starken Vortrag von Heines "Schlesischen Webern" auf. Eva Anna Lena Zorn beendete die Rezitationsgala mit dem Songtext "One Day" nicht nur mit dem längsten Text, sondern auch mit dem beeindruckendsten Vortrag über das, was man im Leben erreichen kann, wenn man will.

 

Lena Braun gab dieser glanzvollen Gala mit einem Song aus dem Musical "Sister Act" einen würdigen musikalischen Abschluss, begleitet von Christiane Meier, die auch anderen Beiträgen am Klavier untermalte.

 

Die Vereinsvorsitzende Barbara Grubitzsch würdigte besonders den starken Einsatz von Gudrun Rieß vom Friedrichgymnasium bei Vorbereitung und Durchführung der Gala und übergab den älteren Teilnehmern Exemplare von Christian Repkewitz' Buch "Verblasste Spuren..." über jüdisches Leben in Altenburg im Namen der Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Birgit Klaubert (Linke).

Manfred Hainich

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