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Altenburg Schüler in Meuselwitz und Altenburg sorgen für kunstvolle Schulhöfe
Region Altenburg Schüler in Meuselwitz und Altenburg sorgen für kunstvolle Schulhöfe
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15:00 16.09.2017
Kreativer Elan: An der Altenburger Mäder-Schule entstanden mit Mosaiken verzierte Betonstrukturen.
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Altenburg/Meuselwitz

Viel los war in den vergangenen Tagen auf den Schulhöfen der Region. Kaum verwunderlich, mag sich mancher denken, schließlich schnappen Pennäler dort doch regelmäßig frische Luft. Im Freien wurde jedoch nicht nur verweilt, sondern auch fleißig gearbeitet – zwei Schulhöfe präsentieren sich inzwischen in anderem, deutlich bunterem Gewand.

An gleich mehreren Stellen gewerkelt wurde fünf Tage lang am Meuselwitzer Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium. Auf dem Schulhof des Nebengebäudes am Rathenauplatz machten sich über vierzig Schüler daran, die im Frühjahr im Rahmen des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“ ausgearbeiteten Entwürfe der achten Klassen umzusetzen.

Und zu tun war einiges: Da wurden Sitzgelegenheiten aus Euro-Paletten zusammengeschraubt, ein Tisch mit Mosaiken verziert, Hochbeete angelegt, eine Wand bemalt und die neuen Toilettenfenster bunt verziert. Ganz wichtig: Schön farbenfroh musste es sein. „Die Kinder haben sich so den Schulhof von der Tristesse zurück erobert“, erläutert Architektin und Objektkünstlerin Viktoria Scholz, die das Projekt begleitete.

Vollkommen zufrieden zeigen sich auch die Schüler mit dem Ergebnis der Arbeit. „Ich finde, es ist ein schönes Projekt, wir konnten den Schulhof so gestalten, wie er uns am besten gefällt und selbstständig arbeiten“, fasst es der 14-jährige Florian Schwick zusammen.

Auch, dass Eltern, Schulförderverein und Stadt tatkräftige Unterstützung geboten, ein Vater sich gar eigens für Mauerarbeiten frei genommen habe, kam gut an. Nun ist es an der kommenden Generation, die Arbeit fortzuführen. „Die Hochbeete etwa sollen künftig von den jeweiligen fünften Klassen gepflegt werden“, kündigt Lehrerin Sylvia Bayer an.

Freude über die eigene Leistung herrscht auch an der Erich-Mäder-Schule in Altenburg. Dort zieren seit Freitag drei „Traumsteine“ aus Beton das Hofareal. Auch hier legten die Schüler, unterstützt und angeleitet von Viktoria Scholz, fleißig Hand an. „Dabei konnten die Kinder nicht nur künstlerisches Gestalten und bildhauerische Gesetzmäßigkeiten kennenlernen, sondern waren auch als Bauarbeiter tätig“, erklärt sie augenzwinkernd. Denn die drei mit bunten Mosaiken versehenen, massiven Konstruktionen wurden von den Schülern von Grund auf gestaltet – biegen der Metallstangen und Ausguss der Formen inklusive.

„Eine coole Sache“, wie der neunjährige Amon findet. Generell sei es eine tolle Erfahrung gewesen, selbst etwas für die eigene Schule zu gestalten, betont auch Celine (11). Während manche Schüler nur tageweise mithalfen, war die 13-jährige Albina die gesamte Woche im Einsatz – und hellauf begeistert. „Nachdem uns erklärt wurde was wir machen und wie es aussehen sollte haben wir sofort losgelegt. Ich fand es schön, dass wir uns die Stelle selbst aussuchen konnten, an der wir die Steine hinsetzen“, berichtete sie von ihren Erfahrungen.

Auch an der Mäder-Schule sollen mittelfristig weitere Projekte umgesetzt werden, berichtet Kulturagentin Miriam Braunstein. So habe man bereits einen von den Schülern gewünschten Clubraum ins Auge gefasst. Der Unterstützung der zuständigen Behörden könne man sich dabei sicher sein, betont sie. „In Absprache mit Bauamt und Schulträgern werden wir dieses Projekt als nächstes angehen“, kündigt Braunstein an.

Von Bastian Fischer

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