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Altenburg Schulen mit demgrünen Daumen
Region Altenburg Schulen mit demgrünen Daumen
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16:19 08.04.2014

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Und bei den Kindern bleibt für das Leben auch etwas hängen", sagt Steffen Naundorf, Leiter der Lutherschule, die mitten in der historischen Altstadt von Altenburg liegt. Erst kürzlich bekam die Schule von der Stadt ein brachliegendes Areal gleich an den Roten Spitzen übereignet. "Früher eine ziemliche Ödnis. Aber jetzt bauen wir das zu einem Garten der Sinne aus. Da sind unsere Schüler auch mit vollem Eifer bei der Sache."

Da kann seine Kollegin Bärbel Bruns nur zustimmend nicken. "Wir haben ja schon seit geraumer Zeit diesen Schulgarten. Nun gestalten wir ihn zu einem Naturerlebnispfad um. Mit allen Attraktionen wie einem Teich, einem Weidentunnel, einem Insektenhotel oder einer Naturschutzhecke. Da bekommen wir auch von Eltern eine große Unterstützung", sagt die Schulchefin, deren Haus inmitten des Wohngebiets Altenburg-Nord liegt.

Aber das grüne Engagement geht in beiden Schulen noch viel weiter und umfasst auch eine ganze Reihe anderer Projekte, die weit über den vorgeschriebenen Lehrplan hinausgehen. So sind beide Schulen schon im EU-Projekt Umweltschule Europa. "Manche Sachen sind bei uns Grundsätze, auf die man schon nicht mehr detailliert eingehen muss. Beispielsweise Mülltrennung", sagt Bärbel Bruns und ihr Kollege Naundorf bestätigt dies.

Weiterhin kommen diverse Exkursionen in die nähere Umgebung hinzu, in denen die Kinder viel Wissenwertes rund um das weite Feld Natur kennenlernen und selber sogar mit Hand anlegen. "Beispielsweise haben unsere Kinder schon Bäume gepflanzt und die Bachauen am Deutschen Bach sowie an der Blauen Flut erkundet", so Naundorf. Diese grünen Areale mitsamt dem Volkspark finde man ja quasi vor der Haustür der Lutherschule. "Grün können wir ebenso bieten, obwohl in einem Neubaugebiet liegend", ergänzt Bärbel Bruns. Beispielsweise der vom Bürgerverein Nord angelegte Baumlehrpfad, bei dessen Beschilderung die Kinder fleißig mitgeholfen haben und auf den die Hortkinder nun regelmäßig auf Erkundungstour gehen.

Eng arbeiten die Schulen künftig bei ihren Vorhaben auch mit dem naturkundlichen Museum Mauritianum zusammen. Mit dem schlossen beide Direktoren jetzt eine entsprechende Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit. Alle Seiten gewinnen von der Kooperation, wie Museumsmitarbeiterin Cordula Winter bestätigt. "Wir erklären den Kindern die Natur und locken sie zugleich in unser Museum. Damit ist das Interesse an der Natur frühzeitig geweckt."

Als richtigen Glücksfall bezeichnet auch Marianne Hermann dieses Nebeneinander von Grundschulen und einem naturkundlichen Museum in einer Stadt. Die Mitarbeiterin des Naturschutzbundes aus Suhl ist im Freistaat die Landeskoordinatorin für das EU-Projekt Umweltschule. "Derzeit sind in Thüringen 71 Schulen dabei. Im Altenburger Land ist es neben den beiden Grundschulen derzeit noch die Regelschule Insobeum in Rositz", informiert sie. Binnen eines Jahres müssen die Schulen eine ganze Reihe von Aktivitäten in Sachen Umwelt vorweisen, um den Titel Umweltschule zu verteidigen.

Jörg Wolf

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