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Altenburg Schweinepest: Ausbruchsgefahr im Landkreis wächst
Region Altenburg Schweinepest: Ausbruchsgefahr im Landkreis wächst
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09:59 06.05.2018
Wildschwein-Populationen in mehreren Ländern Osteuropas sind von der Afrikanischen Schweinepest betroffen. Quelle: picture alliance / blickwinkel/S
Altenburg

Die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Altenburger Land wächst. Zum einen, weil die unter anderem in Osteuropa grassierende Tierseuche weiter vorgerückt ist, zum anderen weil mit Beginn der Sommer-Reisesaison die Autobahn 4 mehr denn je zur Infektionsroute werden könnte.

„Die ASP ist inzwischen auch in Ungarn aufgetreten“, berichtet das Thüringer Gesundheitsministerium. Ende April sei das Virus dort erstmals in tot aufgefundenen Wildschweinen nachgewiesen worden.“ Damit habe diese für Schweine und Wildschweine – nicht aber für den Menschen – gefährliche Tierseuche wieder einen Sprung über eine größere Entfernung gemacht. Betroffen seien aktuell neben Ungarn auch Polen, die Tschechische Republik, Rumänien und die baltischen Staaten.

Vor diesem Hintergrund werden vor allem Urlauber um Obacht gebeten, die in diese Staaten reisen. „Nach neuesten Erkenntnissen breitet sich die Afrikanische Schweinepest nicht durch wandernde Wildschweine, sondern durch unachtsam weggeworfene Lebensmittel über weite Strecken aus“, warnt Matthias Thurau, Leiter des Fachdienstes Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung im Landratsamt. Und mahnt „die unbedingte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen“ an. „Das Virus ist in der Umwelt sehr stabil und kann mit Blut, Körpersekreten, Ausscheidungen, aber auch über Fleisch und Fleischprodukte übertragen werden. Fleisch, Rohwürste und Schinken aus Fleisch von infizierten Wild- oder Hausschweinen sind bis sechs Monate infektiös, Gefrierfleisch sogar über Jahre. Deshalb dürfen Reste solcher Lebensmittel auf keinen Fall unachtsam weggeworfen oder auf dem Kompost entsorgt werden“, so Thurau. Zu besonderer Vorsicht seien vor allem die zahlreichen Schweinehalter im Altenburger Land aufgerufen. Küchen- und Speiseabfälle seien fürs verfüttern tabu, der Kontakt von Haus- zu Wildschweinen sei unbedingt zu verhindern, bei Erkrankungen oder Verlusten der gehaltenen Schweine müsse ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Von Kay Würker

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