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Altenburg Schweizer kauft Halbes Schloss in Niederhain für 22.000 Euro
Region Altenburg Schweizer kauft Halbes Schloss in Niederhain für 22.000 Euro
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00:30 06.12.2015
Das Halbe Schloss im Niederhainer Ortskern gehört jetzt offenbar einem Schweizer. Was er mit der Immobilie vorhat, ist ungewiss. Quelle: Mario Jahn
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Leipzig/Niederhain

Ein Geschäftsmann aus der Schweiz hat offenbar das Halbe Schloss in Langenleuba-Niederhain gekauft. Das berichten zumindest Teilnehmer der jüngsten Versteigerung der Sächsischen Grundstücksauktionen AG (SAG) am Sonnabend in Leipzig, wo das Objekt für 22.000 Euro wegging. Obwohl damit die Pläne anderer Interessenten für ein Altersheim gestorben sind, hat Bürgermeister Jürgen Schneider (parteilos) dennoch Hoffnung, dass das denkmalgeschützte Herrenhaus im Ortskern nun saniert wird.

Nach den Schilderungen der Anwesenden ging der Schweizer bei der Auktion ziemlich aggressiv zur Sache. Dadurch entstand der Eindruck, dass er wohl noch weiter gegangen wäre als die 22.000 Euro, was für andere – angesichts des enormen Investitionsbedarfs für die verfallende einstige Wasserburg, die zwischen 1707 und 1711 zum barocken Ritterschloss umgebaut wurde – schon die Schmerzgrenze war.

Dass es mehr als ein oder zwei Interessenten gegeben hatte, war Niederhains Bürgermeister klar. Schließlich hatte er bereits Tage vor der Versteigerung einige übereifrige, die sich unerlaubt Zutritt zu dem 1300 Quadratmeter großen Gebäude verschafft hatten, dessen Südflügel 1838 abgerissen wurde und weswegen es seinen treffenden Namen bekam, vom gut 4000 Quadratmeter großen Grundstück geschmissen. Sie wollten sich offenbar selbst von dem Kreuzgewölbe, den barocken Stuckdecken und den reich verzierten Kamine überzeugen, das bis vor Kurzem dem Bund gehörte.

Was der neue Eigentümer mit der seit 1975 leerstehenden Immobilie vorhat, weiß derzeit niemand. Dem Vernehmen nach hat der Schweizer aber wohl einen ganz guten Ruf. Zudem soll er bereits zwei bis drei solcher Schlösser besitzen und saniert haben. Klar ist damit nur, dass die Pläne anderer Investoren für ein Altersheim mit gehobener Ausstattung und idyllischem Ambiente vom Tisch sind. „Das bedauere ich ein bisschen“, sagte Niederhains Bürgermeister Schneider. „Das hat sich gut angehört und hätte uns gut zu Gesicht gestanden.“

Dennoch ist Schneider guten Mutes, dass es nun etwas wird mit der einstigen Schule. „Es gibt nun einen privaten Besitzer, der damit sicher etwas vorhaben wird“, so der Bürgermeister. Denn nach seinem Empfinden eignet sich das Objekt nicht für Spekulation. „Das Gebäude wird ja mit der Zeit nicht besser und zum Spekulieren ist das Grundstück zu klein. Deshalb hoffe ich, dass da nun etwas vorangeht.“

Von Thomas Haegeler

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