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Altenburg Schwer und extrem: Neuposaer zieht merkwürdige Kartoffeln aus der Erde
Region Altenburg Schwer und extrem: Neuposaer zieht merkwürdige Kartoffeln aus der Erde
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08:39 11.10.2018
Günter Vogl zeigt die Kartoffeln, die jeweils 775, 585 und 382 Gramm wiegen. Zwei davon weisen eine merkwürdige Form auf. Quelle: Jens Rosenkranz
Neuposa

Seit seiner Kindheit fühlt sich Günter Vogl der Landwirtschaft verbunden, kennt sich aus auf Feldern und Beeten. Deswegen ist auch eine Kartoffelernte für den 72-Jährigen aus dem Starkenberger Ortsteil Neuposa nicht besonderes. Doch am Sonntag traute er seinen Augen nicht, als er wieder Knollen aus der Erde grub. Mit 775 Gramm erntete er eine der größten Kartoffeln, seit er denken kann. Sie hatte zudem auch eine extreme Form, bildete einen Seitenableger, an dem weitere Früchte hingen. Kurz darauf gab es den nächsten seltenen Fund – einen Erdapfel, der zu Hause 585 Gramm auf die Waage brachte.

Gute Ernte trotz Witterung

Der gelernte Landmaschinen- und Traktorenschlosser hat viele Jahre in der LPG im benachbarten Kayna gearbeitet, betreibt jetzt Ackerbau aber nur noch als Hobby, „damit ich nicht einroste“. Dieses Jahr baute er auf seinem kleinen Feld am Ortsrand fünf Reihen mit je 30 Meter Länge Kartoffeln an, zunächst Ende April die frühen Sorten Belana und Solist. Später folgten Laura und Birgit – die mit der roten Schale – und Linda. Belana sorgte übrigens für die beiden Mega-Funde. Die Ernte war angesichts der trockenen Witterung eigentlich ziemlich gut, bemerkt Vogl. Das sehe er sofort, wenn sich seine Erntegefäße zügig füllen.

Stolz auf Bioprodukte

Dabei ist der Bauer ziemlich stolz darauf, dass er dazu nicht einmal Dünger einsetzt, es also Bio-Früchte sind. Das gilt auch für den Mais, für die Erdbeeren und Kürbisse, die ebenso auf dem Feld des Neuposaers wachsen. Dort ist die Erde gut, die offenbar noch von dem jahrelange Einsatz von Pferdemist zehrt. Denn viele Jahre züchtete Vogl Haflinger und hatte zuletzt noch zwei Ponys.

Dass die beiden großen Knollen seltsam aussehen, habe er sofort bemerkt. „Große Kartoffen sind keine Seltenheit, solche extremen Formen hat es früher aber nicht gegeben“, weiß er. Die schwerste Knolle erntete Vogl übrigens vor ein paar Jahren, sie wog rund 900 Gramm.

Funde werden nicht angerührt

Die denkwürdigen Funde komplett machte ein dritter Erdapfel, der zwar nicht an die beiden anderen heranreicht, aber mit 382 Gramm dennoch ein stolzes Gewicht hatte. „Die werden nicht angerührt“, betont Ehefrau Bärbel Vogl. Erst einmal würden die Funde Verwandten und Bekannte gezeigt. „Wir haben ja noch genug andere Kartoffeln im Keller.“

Von Jens Rosenkranz

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