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Altenburg Schwere Zeiten und ein Wunder:Brüderkirche feiert ihr Jubiläum
Region Altenburg Schwere Zeiten und ein Wunder:Brüderkirche feiert ihr Jubiläum
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11:55 19.05.2015
Brüderkirchen-Pfarrer Reinhard Kwaschik legt seine Ausstellung und seinen Kirchenführer ans Herz. Quelle: Mario Jahn

Zu den Höhepunkten zählen eine Ausstellung zur Kirchengeschichte, ein Benefizkonzert des Handglockenchors Gotha am Samstag sowie eine große Messe am Sonntag.

Den Auftakt bildete vorgestern die Eröffnung der Ausstellung und Präsentation des neuen Kirchenführers. "Auf sechs Tafeln können sich die Besucher ein Bild über die Kirchengeschichte machen, wann und wie die Kirche erbaut wurde und wie hoch die Baukosten waren", erläutert Reinhard Kwaschik, seit 2007 Pfarrer der Kirchengemeinde in der Brüdergasse 11. Es gebe Informationen über die Kirchenfenster und Plastiken sowie Bilder von der Restauration und Wiederherstellung der Ende der 1970er-Jahre baufälligen Kirche. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem damaligen Architekten Jürgen Kröger, seiner Vita, wie er gearbeitet hat und wie sich der Baustil der Neo-Gothik Anfang des 20. Jahrhunderts beim Kirchenbau durchgesetzt hat. Kwaschik: "Der 20-seitige Kirchenführer ergänzt die Ausstellung noch um viele Details und erklärt das komplette Kirchengebäude."

Am Samstag können sich Besucher der Brüderkirche um 16.30 Uhr auf ein Benefizkonzert mit dem Handglockenchor Gotha freuen, der zugunsten der Glockenstuhlsanierung und der Anschaffung einer vierten Glocke für den Glockenturm auftritt. "13 Glockenspieler werden 61 Handglocken zur rechten Zeit bedienen und so Musik zaubern. Das ist schon eine Kunst, die richtige Glocke zur rechten Zeit anzuschlagen und wird sicher unterhaltsam", sagt der Pfarrer. Von dem Konzert versprechen sich Kwaschik und der Förderverein der Brüderkirche Spenden für die Sanierung des rostigen Glockenstuhls und die Anschaffung der seit Langem fehlenden Bassglocke. "Die Handglocken sind natürlich ein Wink, für Glocke und Glockenstuhl zu spenden", meint der Vorstand der Gemeinde. 110 000 Euro werden gebraucht.

Ursprünglich hingen vier Glocken im Turm. Im Zweiten Weltkrieg wurden allerdings alle Glocken abgebaut und eingeschmolzen und später nur durch drei neue wieder ersetzt. "Im Krieg wurden auch das einst mit Kupfer gedeckte Dach entfernt und die Orgelpfeifen abgebaut. Zu DDR-Zeiten gab es zuerst kein Material, um das in den 70er-Jahren baufällige Dach zu sichern. Dass die Kirche so steht, wie wir sie heute kennen, ist ein Wunder", erzählt der geschäftsführende Pfarrer. Neben dem guten Gelingen der Spendenaktion für die Glocken hofft der Geistliche zudem auf eine schnelle Reparatur des Turms. Der seit knapp 50 Jahren vorhandene Riss soll mit Städtebaumitteln beseitigt werden. Kwaschik: "Ich denke, dass vor der Sommerpause das Baugerüst steht und die Sanierung startet." Kosten: 82 000 Euro.

Am Sonntag schließt die Jubiläumswoche mit einem Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt und bei dem die neuen Konfirmanden vorgestellt werden, die am Pfingstsonntag eingesegnet werden. Zur Messe werden 400 Gäste erwartet.

Oliver Becker

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