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Schwungvoll in die neue Ära: "Klassik bei Kerzenschein" adelt den Flohwalzer

Schwungvoll in die neue Ära: "Klassik bei Kerzenschein" adelt den Flohwalzer

Mit der 51. Ausgabe von "Klassik bei Kerzenschein" haben Kapellmeister Thomas Wicklein und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera am Freitagabend eine neue Ära dieser beliebten Konzertreihe eingeläutet.

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Bei der typischen Kombination aus Klassik und Kerzenschein lässt der neu engagierte Tenor Alexander Voigt den Funken zum Publikum überspringen.

Altenburg. Von Frieder Krause

In ihrer Bandbreite bis hin zu Filmmusik und Tango kam der Abend auch gar nicht so "klassisch" daher. Dennoch betonte Wicklein zu Beginn, dass sich am Programm der Reihe nichts ändern wird. Nach wie vor werde darauf gesetzt, die Vielfalt des Theaters und des jungen künstlerischen Schaffens im Landkreis zu vermitteln und neben Vertrautem Unbekanntes und Neues vorzustellen. Beim Zusammenstellen der Programme orientiert sich Wicklein an den Talenten seiner Gäste.

Mit dem neu engagierten Tenor Alexander Voigt präsentierte er dieses Mal einen Allrounder, der mit Melodien von Oper bis Tango den berühmten Funken zu seinem Publikum springen lassen konnte. So zum Beispiel mit dem kraftvollen Adam aus dem Zeller'schen "Vogelhändler" oder Titeln von Friedrich Schröder und Friedrich Hollaender. Ein Tango von Carlos Gardel wurde zur Reminiszenz an Lateinamerika, schließlich lebte der gebürtige Hohenmölsener als Kind sieben Jahre in Kuba. Für die große Arie des Max aus Webers "Freischütz" teilte er sich die Nuancen seines baritonal gefärbten Tenors klug ein. Zudem vermittelte er glaubhaft die der Arie innewohnenden Stimmungswechsel.

Zu Eckpfeilern des Programms wurden drei Instrumentensolos. Die 18-jährige Rebecca Blau vom Goethegymnasium Gera spielte das Concertino für Flöte und Orchester op. 107 der französischen Komponistin Cecile Chaminade und es wurde schnell klar, wieso sie Preisträgerin des Bundeswettbewerbes wurde. Bewundernswert die Meisterung der Grifftechniken. Diese beherrschte auch Christoph Bielefeld auf der Harfe. Er hatte in der vergangenen Spielzeit die Harfenistenstelle im Philharmonischen Orchester vertretungsweise übernommen und traf mit dem Konzertstück für Harfe und Orchester von Camille Saint-Saens den Beweis an, für welch hohes künstlerisches Niveau die Mitglieder dieses Klangkörpers stehen. Er sah sein Spiel als Abschiedsgeschenk und ließ das Spielerisch-Romantische dieser Musik voll leuchten.

Der umjubelte Höhepunkt des Konzertes war die Uraufführung des Concertinos "Flohwalzer" für Klavier und Orchester von Olav Kröger. Genau genommen ist der Flohwalzer noch nie aufgeschrieben worden, der hiesige Schauspielkapellmeister hat es nun getan und das Volksstück sozusagen in den Adelsstand gehoben. Neben dem Feuerwerk auf den Tasten komponierte er eine farbige Orchestrierung, die auch in einem der Philharmonischen Konzerte erlebbar werden sollte. Kröger interpretierte sein eigenes Werk, das er Thomas Wicklein gewidmet hat, brillant.

Das Philharmonische Orchester war Wicklein in der Bandbreite des Konzertabends wie gewohnt ein zuverlässiger Partner. Für das klangliche Erleben des Dämonischen bei der "Freischütz"-Arie hätte man sich zwar eine stärkere Orchesterbesetzung gewünscht, doch solches ist in dieser Konzertreihe eben nicht gegeben.

Standard hingegen ist die Mitwirkung von Preisträgern des Wettbewerbs "Jugend rezitiert". Dieses Mal vermittelten Charlotte Liebsch vom Friedrichgymnasium das Schelmische in Mascha Kalekos "Die Rolle der Frau in der Kultur" und Paul Klukas vom Spalatingymnasium berührend die Fontane'sche Geschichte von der Birne des Herrn von Ribbeck. Der begeisternde Konzertabend klang mit dem gemeinsamen Summen der "Moskauer Nächte" aus. Alexander Voigt als Gesangssolist ließ dabei die russische Seele erklingen.

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