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Seesportler bauen sich Bootshalle am Haselbacher See

100.000-Euro-Projekt Seesportler bauen sich Bootshalle am Haselbacher See

Der Seesportverein Aqua Fun baut sich am Haselbacher See in den nächsten Monaten eine eigene Bootshalle. Das 100.000 Euro teure Vorhaben kann nur in Angriff genommen werden, weil der Verein eine Förderung in Höhe von 40.000 Euro vom Landessportbund erhält. Die Baugenehmigung vom Landratsamt liegt inzwischen auch vor.

Mit diesen kleinen Booten, den Optimisten, trainieren die Kinder, die zum Verein Aqua Fun gehören.

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Eine eigene Bootshalle am  See bauen, das wollen die Seesportler von Aqua Fun schon seit Jahren. Jetzt ist der Weg geebnet, diesen Wunsch endlich in die Tat umzusetzen. Die Finanzierung des 100 000 Euro teuren Vorhabens steht und der Bauausschuss des Stadtrates Meuselwitz hat während seiner jüngsten Sitzung im zweiten Anlauf den Abweichungen zum gültigen Bebauungsplan zugestimmt.

Der Fördervertrag mit dem Landessportbund über 40 000 Euro ist ebenso unter Dach und Fach wie ein Darlehnsvertrag mit der Sparkasse Altenburger Land über eine Summe im fünfstelligen Bereich, berichtet Michael Rothe, Vereinsversitzender von Aqua Fun. „20 Prozent der Bauleistungen wollen wir mit unseren Vereinsmitglieder in Eigenleistung erbringen. Dabei handelt es sich zunächst um Erdarbeiten und später um Pflasterarbeiten in der Bootshalle. Das bekommen wir unter fachlicher Anleitung hin“, ist er überzeugt. Der Verein hat derzeit 90 Mitglieder, darunter mehr als 30 Kinder.

Weil die Seesportler nicht – wie im gültigen Bebauungsplan für das Areal am See festgelegt – ein Spitzdach, sondern ein Pultdach auf ihre 15 mal 25 Meter große Halle setzen wollen, sei die Zustimmung des Bauausschusses erforderlich gewesen, erklärte der Vereinschef. Beim ersten Mal hatte es im Bauausschuss allerdings noch eine ablehnende Haltung von Ausschussmitgliedern zu den Änderungen gegeben. Von den Ausschussmitgliedern waren einige der Meinung, dass der Verein so bauen müsse, wie es im Plan festgeschrieben sei.

„Die Entscheidung für ein Pultdach haben wir vor allem aus finanziellen Gründen getroffen. Denn bei einem Spitzdach müsste ganz anders gebaut werden. Und weil sich das Gelände der Vereine auf aufgeschüttetem Boden befindet, hätten wir einen viel größeren Aufwand zur Ertüchtigung des Baugrundes betreiben müssen“, erklärt Rothe die andere Dachform. Durch das Flachdach würden rund 15 000 Euro eingespart. Hinzu komme, dass alle bereits auf dem Vereinsgelände am See stehenden Gebäude ebenfalls ein Flachdach hätten. „Ein Spitzdach hätte von der Optik her da überhaupt nicht hingepasst“, verdeutlicht der Vereinschef.

Um Fördergelder für sein großes Bauvorhaben bemüht sich der Verein Aqua Fun immerhin schon seit acht Jahren. „Wir sind hartnäckig geblieben und dafür jetzt mit der Förderung vom Landessportbund belohnt worden“, freut sich Rothe, der betont, dass diese Förderung die höchstmögliche für Sportstätten sei und ausschließlich für vereinseinige Vorhaben ausgereicht werde.

Bei so einem großen Verein, wie es der der Seesportler seit Jahren ist, sammle sich jede Menge Material an. Der Vereinscontainer, der im Augenblick am Haselbacher See die einzige Unterstellmöglichkeit ist, reicht da schon lange nicht mehr. Um die Boote, die Segel, die Ruderriemen für die Kutter, die kleinen Segelboote für die Kinder oder die Drachenboote ordentlich unterbringen zu können, werde die 375 Quadratmeter große Halle dringend benötigt. „Dann haben wir endlich auch die Möglichkeit, die Boote vor Ort zu warten und zu reparieren“, meint Rothe. Derzeit ist das Equipment noch auf mehrere Gebäude im Landkreis verteilt.

„Inzwischen liegt uns auch die Baugenehmigung vom Landratsamt vor. Damit können wir nun so schnell wie möglich mit den Bauarbeiten starten, denn die Fördermittel sind bis Ende des Jahres zu verbauen“, sagt der Vereinschef. Ihren Platz wird die neue Halle unmittelbar neben den Containerbau von Aqua Fun auf dem Vereinsgelände finden.

Mit dem benachbarten Tauchklub Wintersdorf sei das Bauvorhaben frühzeitig abgesprochen, versichert der Chef des Seesportvereins. Denn die Taucher müssen während des Baugeschehens an einem oder zwei Wochenenden mit Beeinträchtigungen leben.

Von Marlis Neumann

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