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Altenburg Seit 25 Jahren in Potsdam - doch das Herz blieb hier
Region Altenburg Seit 25 Jahren in Potsdam - doch das Herz blieb hier
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21:35 04.06.2014
Altenburg

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"Ich möchte zeigen, wie schön und erhaltenswert unsere Welt ist. Das ist unsere Verantwortung", erklärt die Pensionärin, die jetzt zum zweiten Mal in der Altenburger Rathaus-Galerie ausstellt.

Mit ihrem künstlerischen Schaffen möchte sie das Publikum für den Naturschutz sensibilisieren. "Wenn ich kleine Blumen wie eine Löwenzahnblüte sehe, bin ich voll Bewunderung über die Genauigkeit, die die Natur geschafft hat. Es ist dann schwer, dies in der Kunst wiederzugeben, weil man die Natur nicht übertreffen kann." Um Naturalismus geht es trotzdem nicht in ihren Kunstwerken, sondern um neue Realität. Viele ihrer Bilder sind abstrakt und lassen der Fantasie der Besucher freien Lauf. Die Künstlerin mag es auch, das gleiche Motiv mehrmals zu malen, aber immer in verschiedenen künstlerischen Stilen.

Leidenschaft und Liebe sind Wörter, die Rosemarie Steinbach am meisten wiederholt. Und nicht nur, wenn sie über Malerei spricht, sondern auch wenn sie über ihre Verbindung mit dem Altenburger Land redet. Auch wenn sie seit mehr als 25 Jahren in Potsdam wohnt, hat sie immer noch eine enge Beziehung zur Region: Ihre Vorfahren seien seit 1504 hier ansässig. "Hier ist meine Heimat", sagt sie lächelnd.

1937 in Chemnitz geboren, verbrachte sie ihre Kindheit und Jugendzeit in Burgstädt und Narsdorf. "Ich habe am Institut für Lehrerbildung in Altenburg und an der Pädagogischen Hochschule Dresden studiert", erzählt die Künstlerin. Dann arbeitete sie 25 Jahre als Lehrerin an der damaligen Polytechnischen Oberschule in Ehrenhain und unterrichtete mehr als 1000 Schüler im Fach Kunst. In Potsdam war sie ab 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität. 2003 stellte sie schon einmal in der Rathaus-Galerie aus. Nun präsentiert sie erneut unter dem Motto "Zauber der Ferne - Zauber der Nähe" erneut ihre Kunstwerke. 42 an der Zahl. Der Andrang zur Vernissage bestätigt, dass nicht nur Rosemarie Steinbach an der Region hängt, sondern sich die Leute gleichermaßen gern an sie erinnern.

"Als ich in Altenburg zur Vorbereitung der aktuellen Ausstellung angekommen bin, habe ich am ersten Tag eine Thüringer Bratwurst gegessen und Altenburger Bier getrunken. Ich habe die Atmosphäre des Markttreibens aufgenommen, das war ein wunderschöner Moment", erzählt Rosemarie Steinbach. "Hier sind die Menschen so herzlich."

In Potsdam hat die Künstlerin einen kleinen Garten und kümmert sich liebevoll um ihre Blumen, die immer eine gute Inspirationsquelle für sie sind. Ihre Kreativität schöpft sie ebenfalls aus ihren Reisen. Auf den Seychellen hat sie beispielsweise ein paar Gemälde auf einem Boot gemalt. "Ich hatte ein bisschen Zeit vor dem Essen. Dann hat es angefangen, zu regnen und jetzt sieht das Bild wie ein Pastell aus, weil die Farbe aufgewaschen ist. Aber es ist ein Aquarell", erklärt Rosemarie Steinbach.

Wie die meisten anderen Werke auch. Hinzu kommt Acrylmalerei, wobei die Wahl-Potsdamerin auch andere Materialien benutzt. "Ich habe Plastiktüten zerknittert und sie dann mit Farben gemalt." Diese modernen Gemälde zählen zu den schönsten Kunstwerken der Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Oktober in der zweiten Etage des Altenburger Rathauses zu sehen. Die Kunstwerke können käuflich erworben werden.

Adeline Bruzat

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