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Altenburg Seniorenpflegeheim "Albert Schweitzer" feiert 25-jähriges Bestehen
Region Altenburg Seniorenpflegeheim "Albert Schweitzer" feiert 25-jähriges Bestehen
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18:17 12.06.2013

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Am Wochenende feiert sie ihr 25-jähriges Bestehen.

"Mit den Bedingungen, die es heute gibt, sind die damaligen nicht zu vergleichen gewesen", erinnert sich Ulf Müller, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Altenburger Land, an die Anfänge des Hauses. Am 15. Juni 1988 zogen die Bewohner ein - in einen DDR-typischen Plattenbau. Die Zimmer seien gerade einmal siebeneinhalb beziehungsweise zwölfeinhalb Quadratmeter groß gewesen, rund die Hälfte der heutigen Platzverhältnisse. "Damals war es noch in Trägerschaft der Stadt Altenburg, das DRK hat das Heim 1991 übernommen", erklärt der 50-Jährige und fügt hinzu, dass sich seitdem natürlich viel getan hat.

Die größte Veränderung war die Sanierung, die zur Jahrtausendwende realisiert wurde. 15,8 Millionen DM hat sie gekostet, für mehrere Monate wurden die Bewohner damals sogar in einem Ausweichquartier untergebracht. Aber der Umbau hat sich gelohnt. "Früher war der Hotelcharakter vorherrschend, heute sollen die Menschen hier ein Leben führen, bei dem sie sich betätigen und mitentscheiden können", sagt Heimleiterin Dagmar Plarre. "Die Pflege der Heimbewohner ist heute selbstverständlich, das Besondere ist das soziale Miteinander."

Dafür sorgen nicht nur die 74 Mitarbeiter, sondern auch die zahlreichen zusätzlichen Dienste, die im Laufe der Jahre geschaffen wurden. Einen Andachtsraum gibt es, Kiosk, Friseur, Caféteria, Gemeinschaftsräume, Küche und Werkstatt. In letzterer verbringt Peter Rudolf viel Zeit, seit er vor rund eineinhalb Jahren in das Heim zog. "Es ist zwar nicht wie mein Zuhause, aber man kann sich hier wohlfühlen", gibt der 71-Jährige zu. Für andere ist das Pflegeheim inzwischen zu einem Zuhause geworden. Seit 1989 lebt beispielsweise Irmgard Vogel hier. "Ich kann nicht klagen, es ist sehr schön", erzählt die 72-Jährige, deren Zimmer wie viele der anderen durch persönliche Gegenstände gemütlich wird. "Die Schwestern sind nett, man kann viel unternehmen und auch die Betreuung der Demenzkranken ist richtig gut."

Dass dies keine Einzelmeinung ist, zeigt immer wieder das positive Abschneiden des Pflegeheims bei der Überprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen Thüringen. Im vergangenen Jahr erreichte die Einrichtung, für die es eine Warteliste gibt, insgesamt die Note 1,2. Die 129 Bewohner vergaben in punkto Zufriedenheit eine 1,1. "Qualitätsmanagement gibt es ja überall", erklärt Plarre, die seit zehn Jahren das Heim leitet. "Aber bei uns sind die Mitarbeiter mit Herzblut dabei und leben für ihre Aufgabe - auch in den anderen Abteilungen."

Nachwuchssorgen hat das Heim deshalb nicht, Azubis und Freiwillige, denen der Job Spaß macht, fühlen sich hier wohl. "Und wir haben auch regelmäßig Praktikanten von Gymnasien", erzählt die 45-Jährige und verweist gleich noch auf eine andere Kooperation: "Die Schüler des Erich-Kästner-Förderzentrums sind jedes Jahr aktiv, dieses Mal haben sie zum Beispiel einen Brunnen gebaut." Denn auch wenn es im Heim an nichts fehlt, der Kontakt nach außen ist den Mitarbeitern und Bewohnern wichtig, wie nicht nur die Angehörigenessen, Weihnachtsfeiern und Sommerfeste zeigen. Letzteres steht dieses Mal ganz im Zeichen des Jubiläums.

Jenifer Hochhaus

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