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Altenburg Seriendieb aus Altenburg muss zwei Jahre hinter Gitter – und will dann studieren
Region Altenburg Seriendieb aus Altenburg muss zwei Jahre hinter Gitter – und will dann studieren
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04:25 15.07.2017
Zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung hat das Amtsgericht Altenburg einen Seriendieb verurteilt, der Geld für Drogen und zum Leben brauchte. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Die Entwicklung von Alex K. klingt nach dem Wandel des Saulus zum Paulus. Ob es – wie in der Bibelgeschichte – die Einsicht in den Glauben war, die den 29-Jährigen auf den rechten Weg zurückführte, ist nicht bekannt. Fest steht aber, dass er nun am Altenburger Amtsgericht reinen Tisch gemacht hat. So verband das Schöffengericht unter Leitung von Alexander Reichenbach insgesamt drei Anklagen, so dass nun hier keine Verfahren mehr gegen ihn anhängig sind. Folglich gestand der Angeklagte die meisten Vorwürfe, die aus Diebstählen, Hausfriedensbrüchen und versuchtem Betrug bestanden.

Mit seiner kriminellen Karriere vollends abschließen kann K. aber erst in zwei Jahren. Denn zu einer Haftstrafe dieser Länge (ohne Bewährung) verurteilte ihn Richter Reichenbach, nachdem sich das Gericht mit den Prozessbeteiligten darauf verständigt und eine zehnmonatige Freiheitsstrafe wegen Drogenschmuggels einbezogen hatte. Für die Zeit in Freiheit hat K. auch schon Pläne: Er will studieren. Wie ernst er es meint, zeigte er bereits bei früheren Gefängnisaufenthalten von vier Jahren und drei Monaten, in denen er sein Abitur (Notenschnitt 2,2) nachmachte.

Unter den Augen seiner Eltern, die im Gerichtssaal saßen, empfahl ihm Reichenbach, dass er sich im Anschluss an die Haft noch einer Drogentherapie entziehen solle. „Auch wenn es länger dauert“, so der Richter. Aber seine Chancen, den Straftaten gänzlich abzuschwören, seien dann wesentlich höher. Schließlich hatte der 29-Jährige die meisten seiner insgesamt 32 abgeurteilten Delikte wegen seiner Drogensucht begangen, um sich Drogen, Geld dafür oder aber Dinge des täglichen Bedarfs zu besorgen.

In diese Kategorie fielen auch die Diebstähle, die er in Supermärkten in Altenburg und in einem Modemarkt in Lödla zwischen September 2014 und Mai 2015 begangen hatte. Mal ließ er aus Hunger ein Hörnchen für 59 Cent mitgehen, mal Kleinelektronik. So standen am Ende sechs Fälle des einfachen Diebstahls, wobei einer in Tateinheit mit Hausfriedensbruch begangen wurde, und fünf Mal gewerbsmäßiger Diebstahl, wobei auch hier einer mit dem Verstoß gegen ein Hausverbot einherging, zu Buche.

Darüber hinaus räumte K. ein, zwei weitere Male wissentlich gegen ein Hausverbot, das er aufgrund vorangegangener Diebstähle bekommen hatte, verstoßen zu haben. Einmal hatte er den Einkaufswagen voll beladen. Als er an der Kasse aber die PIN einer gestohlenen Karte eingeben sollte, flüchtete er, weswegen noch ein versuchter Betrug hinzukam. Mehrere Fahrrad- und einen Handtaschendiebstahl bestritt er jedoch. Hier wurden die Verfahren eingestellt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von Thomas Haegeler

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