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Sich kräuselndes Metall: Monika Pfeffer fertigt Kunstwerke aus Stanzresten

Sich kräuselndes Metall: Monika Pfeffer fertigt Kunstwerke aus Stanzresten

Kudix heißt Monika Pfeffers Kunst, bei der allerhand Metallteile wie Stanzreste und Fräsrückstände verwendet werden. 29 Arbeiten können in ihrer aktuellen Ausstellung in der Hauptstelle der Sparkasse in Altenburg bestaunt werden.

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Ganz vertieft in ihr Werk: Monika Pfeffer gestaltet seit zwölf Jahren Kunst aus Fräsrückständen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Von Doreen Schellenberg

Gern in die Karten lässt sich die gebürtige Nordrhein-Westfälin nicht schauen, wenn es darum geht, wie sie ihre handgefertigten Schöpfungen herstellt. Ein Detail kann ihr aber doch entlockt werden: "Wir benötigen einen Spezialofen, der einmalig ist und sonst für die Hydraulik gebraucht wird. Der abschließende Prozess ist unsere Erfindung und wird nicht verraten", erzählt sie bei der Vernissage und verweist damit zugleich auf die Anfänge ihrer freischaffenden Tätigkeit. In der Hydraulik-Fabrik ihres Bruders, der die Technik ins Leben rief, in Beerwalde begann alles. Inzwischen sind dort auch ihre Werkstatt und eine kleine Galerie eingerichtet. Hier feilt sie mit viel Geschick, Können und Liebe zum Detail an ihren Kreationen.

"Es sind alles Unikate mit einem Aluminiumrahmen hinter einer Glasmalerei. Die Metallteile sind äußerst stabil, da geht eher mal eine Scheibe zu Bruch", beschreibt sie. In der Wahl der Motive will sich Monika Pfeffer nicht festlegen, jedoch konzentriert sie sich in erster Linie auf Baumlandschaften, Blumenranken, Tier- und Naturmotive, aber auch skurrile und abstrakte Darstellungen kommen vor. Dabei kringeln, kräuseln und winden sich die kleinen Metallpartikel geradezu auf den vollendeten Werken.

Mitunter hilft auch der Zufall dabei, wenn die originellen Kunstwerke entstehen. "Zum Teil ist während der Arbeit schwer festzustellen, wie das Werk am Ende aussehen wird, da die Scheiben von hinten bemalt werden und anschließend 24 Stunden trocknen müssen. Erst danach kommt manchmal der Aha-Effekt", sagt die Künstlerin und lacht.

Bis zu mehreren Wochen kann es dauern, bis ein Kunstwerk fertig ist. Den Grund erläutert sie am Beispiel eines Burgmotivs, das detailgetreu gearbeitet wurde: "Dabei wird zuerst ein gebogener Draht um die Burg gelegt, dann haben wir die Späne eingefüllt. Zum Schluss wurde jedes kleine Metallteil von Hand bemalt. Das kann nicht innerhalb von ein paar Tagen angefertigt werden", erklärt Pfeffer.

Ihr Herzstück, ein Motiv mit einer Baumlandschaft, hat für sie eine besondere Bedeutung: "Mein Bruder hat damals mit einem Baum angefangen, den nehmen wir seit vielen Jahren immer wieder zu den Ausstellungen mit", beschreibt die Quereinsteigerin, die vor zwölf Jahren ihre erste Ausstellung hatte.

Seitdem hat sich viel getan: In Singapur, Italien und Österreich hat sie schon ausgestellt. Einige der Werke finden sich bei der Polit-Prominenz wieder: "Der ehemalige Ministerpräsident Bernhard Vogel hat drei Bilder von uns, Georg Milbradt hat auch ein paar Stücke." Die Verkaufspreise für die Modelle variieren von 60 bis 530 Euro.

Solange es ihre Gesundheit zulässt, möchte Monika Pfeffer ihrer Kreativität weiterhin freien Lauf lassen: "Ich arbeite gern mit Farben und sehe zu, wie sich Dinge in unterschiedliche Formen entwickeln können. Ich bin glücklich, wenn ich merke, dass die Stücke beim Publikum ankommen und auch gekauft werden. Denn erst wenn ich verkaufe, kann ich wieder neu anfangen zu arbeiten. Wenn die Besucher begeistert sind, inspiriert mich das umso mehr."

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