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Sichere Rettung: Altenburger Klinikum rüstet Hubschrauber-Landeplatz um

Gesundheit Sichere Rettung: Altenburger Klinikum rüstet Hubschrauber-Landeplatz um

Für 200.000 Euro hat das Klinikum Altenburger Land seinen Hubschrauberlandeplatz mit einer besseren Sicherheitstechnik ausgestattet und in dieser Woche wieder in Betrieb genommen. Damit erfüllt die größte medizinische Einrichtung des Kreises jetzt schon die neuen EU-Regelungen, die erst noch in Kraft treten werden.

Eine neue Befeuerung gehört zur verbesserten Sicherheitstechnik, die das Klinikum am Hubschrauberlandeplatz vorgenommen hat.

Quelle: Tino Knoblauch

Altenburg. Das Klinikum Altenburger Land hat nach einem Umbau seine Hubschrauberlandestelle in dieser Woche wieder in Betrieb genommen. Damit ist die medizinische Einrichtung bereits jetzt für das neue Luftverkehrsgesetz gerüstet, das in diesem Monat in Kraft treten soll. Darin wird das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur neue EU-Richtlinien umsetzen.

„Durch die baulichen Veränderungen entsteht mehr Sicherheit für alle, die in Starts und Landungen der Hubschrauber eingebunden sind: Patienten, Besatzung und Mitarbeiter des Klinikums und der Rettungsdienste“, betont Klinikum-Sprecherin Christine Helbig.

Start- und Landeplatz für bis zu 40 Hubschrauber pro Jahr

Auf dem Platz landen und starten rund 30 bis 40 Hubschrauber im Jahr. Durch die Umbauten kann die Frequenz nun erhöht werden. Angeflogen wird das Klinikum von allen zugelassenen Luftrettungsdiensten, wie den Hubschraubern der Deutschen Lebensrettung und dem ADAC, vermittelt über die Rettungsleitstelle in Jena.

Die nun umgesetzte neue Verordnung schreibt vor allem höhere Sicherheitsstandards vor. Dabei geht es um die Einzäunung des Platzes, Sicherheitstechnik wie Feuerlöscher vor Ort, eine standardisierte Beleuchtung des Platzes sowie genau vorgeschriebene An- und Abflugsektoren, nach denen der Platz ausgerichtet ist, da er mit Hilfe von GPS angeflogen wird. Deshalb wurden die Landefläche der neuen Geometrie angepasst, asphaltiert und der Sicherheitsbereich gepflastert. Die Kosten beliefen sich auf rund 200 000 Euro, wobei das Klinikum ohne Zuschüsse oder Fördermittel auskommen musste. Baubeginn war am 4. November 2015. Dank der guten Witterungsbedingungen konnten die letzten Arbeiten bereits im März ausgeführt werden.

Farbliche Markierung fehlt

„Mit den baulichen Veränderungen entspricht die Klinikumslandestelle bereits jetzt dem neuen Luftverkehrsgesetzt“, erklärt Tilo Knoblauch, Technischer Leiter des Klinikums. Wenn das neue Gesetz in Kraft tritt, soll es zwar eine Nachbesserungsfrist von 18 Monaten geben. Doch das sei nicht viel Zeit, gemessen am Umfang eines solchen Projekts und an der Bedeutung, die solch ein Platz für die Patienten hat, wenn eine rasche Verlegung notwendig wird.

Einziges Manko im Moment ist die noch fehlende farbliche Markierung, das bekannte „H“, mit dem ein solcher Platz gekennzeichnet sein muss. Eine Inbetriebnahme ist dadurch nicht in Frage gestellt. Die Piloten haben spezielle Pläne an Bord, so dass sie auch ohne diese Kennzeichnung die bestimmte Lande- und Startrichtung aufnehmen können. Für das Aufbringen der Farbmarkierung braucht es über mehrere Tage Temperaturen über zehn Grad Celsius, so dass man dafür noch warten wird.

Während der Bauarbeiten landeten die Hubschrauber auf dem Rasenplatz des Alten Stadions unmittelbar hinter dem Medicum. Dazu waren Abstimmungen innerhalb des Klinikums mit der Stadtverwaltung, den Rettungsleitstellen, den Luftrettungszentren und der Feuerwehr wegen einer Beleuchtung bei der Landung im Dunklen notwendig. Knoblauch würdigt die unkomplizierte Zusammenarbeit, mit der diese provisorische Lösung bewältigt werden konnte.

Von Jens Rosenkranz

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