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Altenburg Singer-Songwriter Trio bringt Poesie ans Gustavus-Haus
Region Altenburg Singer-Songwriter Trio bringt Poesie ans Gustavus-Haus
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18:00 11.08.2017
Drei Poeten an der Gitarre: Marcel Gein, Robby Kranz alias ZNARK und Rocky Votolato (v.l.) sorgten für tolle Stimmung im Gustavus-Haus. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Mit Liedern gegen den Krieg und gegen die Korruption gewinnt man heute eigentlich keinen Blumentopf mehr, könnte man meinen, aber Rocky Votolato, Liedermacher aus Seattle, hat am Donnerstagabend im Paul-Gustavus-Haus bewiesen, dass man auch mit den ernsten und oftmals auch traurigen Protestsongs das Publikum in seinen Bann ziehen kann. Minutenlanger Applaus und drei Zugaben waren die Folge eines begeisternden Auftritts des amerikanischen Songschreibers mit der markanten Stimme, ausgefeiltem Mundharmonikaspiel und gekonnt akzentuiertem Gitarren-Picking.

Aber der Reihe nach: Mr. Votolato war im Januar 2017 schon einmal zu Gast im Haus in der Altenburger Wallstraße. Damals noch ziemlich geheim und nur durch Mundpropaganda weitergetragen, weil das eben genauso von seiner Agentur gewünscht war. Und diese Show hat sowohl bei den Zuhörern, als wohl auch beim Singer-Songwriter selber, Herzen und Türen geöffnet und für ein schnelles und herzliches Wiedersehen nach nur sechs Monaten gesorgt.

Um den Abend einzuleiten, hatte er sich selbst jemanden mitgebracht, der zufälligerweise auch noch sehr gut Gitarre spielen kann und äußerst sympathische, oftmals deutschsprachige Texte vertont. Perry O’Parson, seines Zeichens Fahrer von „Everybodys Darling“ Rocky Votolato, bester Freund und sein Leidensgenosse auf den tausenden Tourkilometern quer durch Europa, brachte zum Einstieg ein paar melancholische und durchaus auch mit Ironie gespickte Lieder zu Gehör. Dass der Mann mehr kann, als nur Auto fahren und Merchandising-Artikel verkaufen, merkte man gleich vom ersten Ton an.

Danach betrat mit ZNARK ein junger Liedermacher aus Leipzig die Bühne. Unfassbar gutes Gitarrenspiel gepaart mit einer eindrucksvoll-kraftvollen Stimme. Da staunte selbst der Main-Act.

Den Hauptteil des Abends bestritt dann Rocky Votolato in einer mehr als einstündigen Show mit einem Best-of seiner mittlerweile sieben Studioalben. Den Hauptanteil hatte daran sein Album mit dem tiefgründigen Titel „Suicide Medicine“.

Genauso in die Tiefe gehend wie der Titel sind eben auch viele Songs von der Platte. Ein Anti-Kriegs-Song, der nach dem Lesen von Tagebüchern eines Vietnamveteranen entstanden ist, ein Lied über ein Mädchen aus Palästina, die mit 18 zur Selbstmordattentäterin wird und Songs über die Korruption in weiten Teilen von Wirtschaft und Politik.

Auch wenn das Album bereits vor 14 Jahren entstanden ist, hat es bis heute in Zeiten despotischer Herrscher und Kriegstreiber nichts an Aktualität verloren. Schon gar nicht, wenn man die Songs mit so viel Inbrunst und auch Freude am Spielen vorbringt, wie es Votolato an dem Abend getan hat.

Drei äußerst sympathische Musiker, viele zufriedene Gesichter und auch Freude bei den für den gelungenen Abend im Einsatz befindlichen Vereinsmitgliedern - Wiederholung wohl dringend erforderlich!

Von Thomas Trummer

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