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Altenburg Sirenen im Altenburger Land warnen digital – und können sprechen
Region Altenburg Sirenen im Altenburger Land warnen digital – und können sprechen
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05:27 26.10.2018
Landrat Uwe Melzer und Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann ließen sich von Feuerwehrchef Meik Zimny (v.l.) die neue Technik erläutern. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Einen ungewohnten Ort hatten sich die Altenburger Stadtverwaltung und das Landratsamt für ihre jüngste Presserunde am Donnerstagmittag ausgesucht: Statt im Rathaus kam Oberbürgermeister André Neumann – gemeinsam mit Landrat Uwe Melzer (beide CDU) – am Stützpunkt der skatstädtischen Berufsfeuerwehr zusammen. Der Grund: Man wollte ausführlich über die seit diesem Jahr in Dienst stehenden neuen Sirenen in Altenburg und dem Kreis informieren.

Sirenen können gezielt angesteuert werden

Insgesamt, so Ronny Thieme, Fachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt, seien 124 Sirenen im Kreis installiert. 110 davon seien noch alte Motorsirenen, 14 Modelle verfügten bereits über ein digitales Sirenensignal. „Wiederum sechs davon sind in Altenburg installiert. Sie ermöglichen zusätzlich auch Sprachdurchsagen“, berichtete Thieme. So könnten im Gefahrenfall noch exaktere Informationen an die Bevölkerung ausgegeben werden.

Gesteuert wird das System von einer eigens eingerichteten Arbeitsstation in der Leitstelle. „Von hier aus kann jede Sirene einzeln, aber auch gezielt in Gruppen angesteuert werden“, erklärte Berufsfeuerwehr-Chef Meik Zimny. Über mögliche Ausfälle des Systems brauche man sich bei all der eingesetzten Technik indes keine Sorgen zu machen. Nicht nur verfügen die Anlagen über bis zu 72 Stunden Notstrom, sie prüfen sich auch täglich selbst auf Funktionstüchtigkeit.

Größerer Einzugsbereich erlaubt Standorte zu sparen

Und noch einen weiteren Vorteil brächten die neuen Sirenen-Modelle mit sich, fügte Ronny Thieme an: „Die Anlagen verfügen über eine andere Abstrahlcharakteristik, senden ihr Signal wellenförmig aus, der Einzugsbereich ist größer. Das erlaubt uns, Standorte zu sparen.“ Zudem fielen die Vibrationen deutlich geringer aus, weshalb auch die Installation auf Dächern einfacher möglich sei.

Mittelfristig sollen zunächst 14 weitere Anlagen, die im ganzen Kreisgebiet verteilt sind, mit der Sprachfunktion ausgerüstet werden, so Thieme, zwei neue Anlagen sind für Schmölln und Langenleuba-Niederhain in Planung. Sukzessive solle das gesamte Netz entsprechend modernisiert werden. Man habe bereits bei den Kommunen um entsprechende Schritte geworben und werde dies auch weiter tun, betonte er. Die Kosten für die Anlagen schwanken dabei je nach Größe und Wattzahl. Allerdings, so Thieme, seien die Umrüstungen vom Land förderfähig. Und auch der Kreis steuere einen Anteil für die jeweilige Modernisierung bei.

Von Bastian Fischer

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